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Wie fördern wir das Glück unserer Kinder? Wissenschaftler haben herausgefunden, was Kinder wirklich glücklich macht und wie wir ihnen helfen können, gute Erwachsene zu werden.

Wie fördern wir das Glück unserer Kinder? Wissenschaftler haben herausgefunden, was Kinder wirklich glücklich macht und wie wir ihnen helfen können, gute Erwachsene zu werden.

Forscher entdecken: Diese 10 Dinge machen Kinder glücklicher!


Die Kindheit ist die Basis unseres Lebens!

"Einer der glücklichsten Umstände, die Dir im Leben passieren können, ist eine glückliche Kindheit zu haben." - Agatha Christie

Wir möchten gute Eltern sein, aber wir hatten selbst nicht die idealen Eltern. Die Kindheit ist die wichtigste Zeit in unserem Leben, die Basis des Erwachsenendaseins. Wir entdecken nicht nur das Spiel, sondern auch die Kommunikation, die Spiegelneurone entwickeln sich – und wir brauchen viele Faktoren, damit wir gut erwachsen werden. Wir brauchen es, dass wir umsorgt und gefördert werden. Kindesmissbrauch - wie er oft unter den Teppich gekehrt wird - entsteht nicht nur auf besonders brutalem Weg. Das fehlen von Zuneigung ist genau so schädlich, wie uns immer mehr klar wird.

Forscher entdecken: Diese 10 Dinge machen Kinder glücklicher!

  1. Kinder müssen viel Zeit zum Spielen haben

Spielen ist das Wichtigste, was Kinder tun sollten. Gerade in der ersten Phase – vor der Schulzeit – müssen Kinder die Gelegenheit bekommen, die Welt spielerisch zu entdecken. Erst danach dürfen nach und nach Hausaufgaben und andere Bereiche hinzukommen, so dass sie auch Verantwortung übernehmen und Aufgaben erledigen müssen. Erst einmal dürfen und sollen sie nur spielen und Spaß kennenlernen.

Peter Grey, Kinderpsychologe und Professor am Boston College, sagt: "Kinder lernen die wichtigsten Lektionen im Leben von anderen Kindern, nicht von Erwachsenen ... sie können von Erwachsenen bzw. in der Interaktion mit Erwachsenen schlechter bis gar nicht lernen.“ Daher sollten Kinder viel Zeit draußen verbringen und wir dürfen ihnen zunehmend immer mehr vertrauen.

  1. Diskussionen und Streits von Kindern fernhalten

Kinder sollten keine Streitgespräche von Erwachsenen hören, denn das schürt nicht nur Unsicherheit. Gerade in den ersten 7-8 Lebensjahren fühlen sie sich für alles verantwortlich und Schuldgefühle entstehen in Kindern, weil sie glauben, dass sie die Verantwortung übernehmen müssen. Sie verstehen nicht, dass Menschen Verbindungen miteinander haben, an denen das Kind nicht beteiligt ist. Es braucht also nicht einmal die oft zu beobachtenden Vorwürfe, die gegen das Kind / von den Eltern gegenseitig erfolgen, dass sich die Beziehung zueinander durch das Eltern sein schlecht entwickelt. Eltern werden wir oftmals durch einen „Unfall“, aber das sollte unser Kind nicht ausbaden müssen.

  1. Vergleiche nicht mit anderen Kindern

Wettbewerbe unter Kindern sind falsch. Wir suchen nach Herausforderungen, das passt aber nicht zu Kindern. Es sollte keine Wettstreits geben, da diese in jungen Jahren kein Ansporn sind, sondern sehr oft viel zu früh Leistungsdruck erzeugen. Durch zu frühe Vergleiche und Wettkämpfe mit anderen Kindern können das Vertrauen und das Selbstbewusstsein eines Kindes negativ beeinflusst werden, wie die Forscher heute zunehmend feststellen können.

  1. Den richtigen Umgang mit negativen Emotionen vermitteln

Jedes Kind wird Gefühle erleben wie Ärger, Neid, Traurigkeit und viele mehr. Wenn wir ihnen, den richtigen Umgang damit vermitteln, wachsen sie daran. Dr. John Gottman von der University of Washington beobachtet eine weit verbreitete Tendenz von Erwachsenen, von Kindern wahrgenommenes "Fehlverhalten" durch Bestrafungen entgegen wirken zu wollen. Besser ist es, das falsche Verhalten anzuerkennen und dem Kind zu zeigen, wie man mit seinen Emotionen konstruktiv umgehen kann. Dazu ist es natürlich wichtig, erst einmal die eigenen Gefühle zu erkennen und den richtigen - stressarmen - Umgang damit zu lernen. Eltern werden ist wirklich eine Herausforderung.

  1. Lobe das Kind für seine Bemühungen

Kinder dürfen erfahren, dass ihre Anstrengungen und Bemühungen Erfolge bewirken können. Sie müssen lernen, dass ihre Arbeit Früchte trägt. Wichtig dabei ist, dass sie verstehen, dass sie selbst es sind, die etwas Gutes bewirken und etwas erreichen konnten. Wichtig ist, dass wir nicht Intelligenz oder ähnliches für Erfolge verantwortlich machen, sondern die Bemühungen des Kindes wertschätzen, die zur Grundlage des Erreichens der positiven Veränderung geführt haben, so Dr. Carol S. Dweck der Stanford University. Ebenso wichtig ist es, dass Rückschläge keine Verbindung zur Persönlichkeit des Kindes haben, denn das wäre die Grundlage für Depressionen.

  1. Eine gute Verbindung mit der eigenen Familie

Ein guter Familienzusammenhalt ist förderlich für die Entwicklung von Kindern. Nach dem Child Development Institute bedeutet viel Zeit mit der Familie und ein guter Zusammenhalt in der Familie vor allem folgendes:

  • Das Kind fühlt sich wichtig und geliebt;
  • das Kind beobachtet positive Eigenschaften an Erwachsenen;
  • Erwachsene können Kindern beobachten und so mehr über Schwächen erfahren, um sie besser zu fördern;
  • das Kind kann seine Gedanken und Gefühle besser ausdrücken;
  • Kinder entwickeln eine stärkere positive Bindung.
  1. Gib Kindern Chancen, sich zu beweisen

Kinder müssen eigene Erfahrungen machen, denn daraus lernen sie und nicht aus Erzählungen. Lernen werden unsere Kinder niemals von dem, was wir ihnen predigen, sondern sie schauen sich an, wie wir mit Dingen umgehen und ziehen Rückschlüsse aus dem, was sie erleben. Das ist wichtig, damit sie sich entwickeln können und Zusammenhänge verstehen.

  1. Gib ihnen ein Gefühl der (individuellen) Verantwortung

Zu viel Aufsicht ist schädlich, beispielsweise bei Hausaufgaben. Wenn Kindern zugemutet werden kann, diese Aufgaben zu erledigen, dann müssen sie auch bald lernen können, dass dies ihr eigener Verantwortungsbereich ist. Zu viel Kontrolle und fehlendes Vertrauen sind schädlich für die Entwicklung. Nach und nach die Verantwortung in vielen Bereichen zu übergeben ist wichtig.

  1. Schaffe positive Erinnerungen

Wenn Kinder positive und glückliche Erinnerungen an ihre Kindheit haben, dann spenden sie später nicht nur mehr Geld für Wohltätige Zwecke – so eine Harvard Studie – sondern sie werden auch insgesamt glücklichere sowie zufriedene Erwachsene.

  1. Sei als Vorbild selbst glücklich

Wenn ein Erwachsener positives Verhalten zeigt, lernt das Kind, genau dies zu übernehmen. Die bestätigt auch Carolyn Cowan, eine Psychologin der University of California: "Kinder lernen keinen guten Umgang mit sich selbst, wenn die Erwachsenen sich nicht um sich um sich und ihre eigenen Beziehungen kümmern." Wir müssen das vorleben, was wir den Kindern vermitteln wollen und dürfen es nicht predigen, aber etwas anderes leben.

Ganz wichtig dabei ist vor allem dieses:

Viele sagen, dass ihre Kinder, das wichtigste im Leben sind. Dabei müssen wir Kindern vermitteln, dass wir uns selbst respektieren und lieben, wir mit uns im Reinen sind – denn dann können sie dies für sich übernehmen. Sonst lernen sie nur, dass sie sich für andere Menschen – beispielsweise ihre eigenen Kinder – aufopfern. So werden wir unglücklich und lehren unsere Kinder, wie sie selbst auch unglücklich werden. Lehre Liebe durch Vorleben, damit Kinder lernen, was Liebe wirklich bedeutet.

Quellen / Einzelnachweise:

Discovery Health. (2004, October 21). Retrieved February 27, 2017, from http://health.howstuffworks.com/pregnancy-and-parenting/happy-parents-make-happy-kids.htm
Donald, B. (2013, February 12). Babies whose efforts are praised become more motivated kids, say Stanford researchers. Retrieved February 27, 2017, from http://news.stanford.edu/news/2013/february/talking-to-baby-021213.html
Fernandez, G., M.D. (2012, January 4). Importance of Family Time on Kids Mental Health and Adjustment to Life -. Retrieved February 27, 2017, from https://childdevelopmentinfo.com/psychology/importance-of-family-time-on-kids-mental-health-and-adjustment-to-life/
Gray, P., Ph.D. (2016, October 31). The Culture of Childhood: We’ve Almost Destroyed It. Retrieved from https://www.psychologytoday.com/blog/freedom-learn/201610/the-culture-childhood-we-ve-almost-destroyed-it
Gross, J. (2012, July 18). Childhood Memories Serve as a Moral Compass. Retrieved February 27, 2017, from https://www.scientificamerican.com/article/childhood-memories-serve-as-a-moral/
Locke, J. Y., Campbell, M. A., & Kavanagh, D. (2012). Can a Parent Do Too Much for Their Child? An Examination By Parenting Professionals of the Concept of Overparenting. Australian Journal of Guidance and Counselling, 22(02), 249-265. doi:10.1017/jgc.2012.29
The Gottman Institute. (2017). Parenting. (2017). Retrieved February 27, 2017, from https://www.gottman.com/about/research/parenting/
sowie https://www.powerofpositivity.com/researchers-reveal-10-things-make-kids-happier/