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„Ich könnte ihn / sie …“ sagen wir oft. Wir regen uns auf, werden aggressiv wegen anderer Menschen und fragen uns, wie man sich zurückhalten kann und die „Faust in der Tasche“ noch funktioniert.

„Ich könnte ihn / sie …“ sagen wir oft. Wir regen uns auf, werden aggressiv wegen anderer Menschen und fragen uns, wie man sich zurückhalten kann und die „Faust in der Tasche“ noch funktioniert.

freundlich bleiben gedanken


Es reicht jedem von uns schon einmal!

Der Kundendienst ist total unfreundlich, aber ich muss ja meine Antwort bekommen, damit das 800 € Smartphone endlich funktioniert. Oder ich arbeite im Kundendienst und der dreißigste Anrufer schreit auch schon bei Beginn des Telefonats – ich aber brauche den Job. Beide wissen nichts von den Leiden oder dem Schmerz des Anderen – beide haben das gleiche Thema: Sie müssen Dinge ertragen, die ihnen schon lange zu viel sind. Das geht ganz vielen Menschen so. Wir würden hier weiter kommen, wenn wir uns ein paar Gedanken machen.

10 hilfreiche Gedanken um freundlich zu bleiben:

  • Ich schaue, was das Problem ist und trenne meine Betroffenheit davon – zumindest so gut es geht. Wenn mein Telefon nicht funktioniert, dann kann z.B. die Hotline mir technisch helfen, aber mehr nicht. Dazu sind sie wirklich nicht da und nicht dazu ausgebildet. HIer ist unangemessene Kritik falsch und verursacht Stress und die entsprechenden Stresshormone beim Gegenüber.
  • Verantwortlichkeiten anschauen und klären. Wenn ich mich bei meinem Stromanbieter mit dem Support unterhalte, dann ist dieser nicht für Preise oder Leistungen verantwortlich. Er ist mein Ansprechpartner, aber er entscheidet nicht die Unternehmenspolitik.
  • Geben, was ich mir wünsche. Wenn ich erwarte, dass man sachlich und freundlich ist, dann ist in Vorleistung zu gehen wirklich sehr wichtig.
  • Wertschätzung möglich machen. Wenn ich bei meinem Gegenüber eine Wertschätzung haben kann, statt diesen gleich in Gedanken oder sogar der Realität einen „Idioten“ zu nennen, dann ist der Kontakt besser. Nach solchen Ausdrücken ist die Hilfsbereitschaft auf der anderen Seite massiv gesunken.
  • Ich bleibe bei mir. Wenn ich von mir spreche, dann wird es besser. „Ich bin traurig oder verzweifelt.“ schafft Verständnis – mehr als „wegen ihres scheiß Produkts!“.
  • Vor dem Kontakt in Ruhe kommen. Erst einmal zu mir zu kommen und nicht gleich im ersten Ärger anzurufen hilft auch sehr gut, das Gespräch locker anzugehen. TIPP: 5 Techniken zum zur Ruhe zu kommen!
  • Dezente Ausstiegsmöglichkeiten nutzen. Wenn ich irgendwo anrufe oder im Gespräch bin und ich merke eine Barriere zwischen mir und meinem Gegenüber, dann macht es manchmal Sinn, das Gespräch abzubrechen und es noch einmal später / am nächsten Tag mit einem anderen Kollegen zu versuchen. Auflegen nach einem „Komisch – ich verstehe nichts.“ oder zu gehen mit der Anmerkung „Oh Entschuldigung, ich habe etwas Wichtiges vergessen.“ zieht uns leicht aus der Affäre und wir können nochmals anfangen und haben etwas Zeit. Wir können ja noch einmal neu starten – auch mit dem gleichen Menschen. Vielleicht sind wir dann vorbereiteter.
  • Kundennummer & Co sowie Schreibzeug und Terminkalender griffbereit haben. Das spart bei uns schon sehr viel Stress und auch bei der Gegenseite. Wenn wir alles haben, was gefragt werden wird, ist das Gespräch entspannter.
  • Nicht zu viele Ansprüche an das Gegenüber. Wir sind nicht perfekt, das Recht hat auch der andere Mensch. Auch im Kundendienst kann man gerade erst angefangen haben, aktuell eine Scheidung erleben oder eine böse Diagnose bekommen und ist dann verwirtt.
  • Notizen machen. Wenn etwas nicht gut läuft, kann ich damit etwas unternehmen. Wenn es gut läuft, dann schicke ich der Gegenseite eine E-Mail mit meinem Dank dafür, denn dann ist eine Bestätigung dafür bei meiner Gegenseite eingegangen und er / sie kann nicht tun, als habe man sich nie unterhalten.

Perfektion muss nicht sein!

Ich selbst habe immer wieder einmal auch meine Grenze erreicht. Manchmal ist es vielleicht eben einfach Montag, manchmal haben wir auch gerade eine intensive Sache erlebt und manchmal geht es uns auch körperlich nicht gut. Vieles kann unsere Laune beeinflussen. Jeder von uns kann mal besser oder schlechter gelaunt sein. Wir sind auch in manchen Dingen besonders empfindlich. Einen Mann als sanft zu bezeichnen oder Witze über dx^ie zu großen oder zu kleinen Brüste einer sensiblen Frau zu machen, sind dabei zwei von vielen Diskussionen, die so viel auslösen, was unnötig ist und absolut fehl am Platz - immer.

Freundlichkeit anderen Menschen gegenüber ist toll. Ich bin dankbar, wenn ich es kann und habe Verständnis für mich, wenn es einmal nicht geht. Wir dürfen uns nicht hassen, weil wir einmal unfreundlich waren. Wenn wir es noch korrigieren können, kann man das machen. Im Zweifel sind wir zum nächsten Menschen einfach grundlos viel freundlicher – damit ist auch etwas gewonnen und ein wenig mehr positive Energie um Umlauf.

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Welche Geschenke sind wirklich Besonders, die sich jeder Mensch leisten kann? Was wünschen sich die meisten Menschen und wie schaffe ich es, dass meine Lieben glücklich sind?

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Die fünf besten Geschenke Tipps für alle Anlässe


Verschenke das, was wirklich wichtig ist! Nachfolgend bekommst Du die Top 5 Geschenke-Tipps zu Weihnachten, zum neuen Jahr, zum Valentinstag, Geburtstag, Jahrestag und zu allen anderen Anlässen mit wichtigen Tipps dazu, wie Du sie so schenkst, dass sie auch wirklich ankommen und den gewünschten Effekt erzielen. Zeige Deinen Mitmenschen, dass Du verstanden hast, was wirklich wichtig ist und Du die wesentlichen Geschenke wirklich erkannt hast. Es ist nicht wichtig, dass die Geschenke viel Geld kosten. Diese Geschenke brauchen alle viel von Dir und wenig von Deinem Geldbeutel. Sie fördern zudem Beziehungen, die vielleicht gerade auch in der Krise sind.

Die fünf besten Geschenke Tipps

  1. Aufmerksamkeit

Offline zu sein ist heutzutage ein Zeichen von Luxus. Das gilt auch im Restaurant, auf der Couch und im Miteinander. Schenke Deinen Lieben mehr Aufmerksamkeit und mehr Beachtung. Du kannst weiter mit Smartphone, Tablet oder was auch immer arbeiten und leben, aber Du musst es nicht zur ersten Priorität Deines Lebens machen. Wenn Du Kinder, einen Partner oder gute Freude hast, dann sei dafür dankbar und kommuniziere mit ihnen. Sie werden es merken und auch ihre Prioritäten ändern, wenn Du ihnen Wertschätzung entgegenbringst.

  1. Güte

"Gutmütigkeit ist eine alltägliche Eigenschaft. Güte die höchste Tugend."
Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach

Wenn wir uns mit Freundlichkeit und Güte begegnen, dann werden wir Menschen wertschätzen, ohne dass sie es verdienen müssen. Zudem werden wir selbst spüren, was es bedeutet, Gutes zu tun. Umsorgen wir unsere Lieben und machen wir ihnen Aufmerksamkeiten, ohne dabei zu fordern. Es ist wichtig, dass wir nicht fordern und somit eine Geschäftsbeziehung begründen, sondern von uns aus gütig sind. Es geht nicht um Forderungen und erzwungene Dankbarkeit, sondern darum, aus Freude zu geben. Jeder darf hierzu seine Grenzen haben und darf auch sich selbst sehen und wahrnehmen. Wer gibt, der gibt des Gebens wegen und nicht, um etwas zu erhalten.

Freundlichkeit und Güte machen uns glücklicher, lassen unsere Herzen / unsere Gefühle gesunden, wirken entgiftend und verjüngend, verbessern alle zwischenmenschlichen Beziehungen und – vor allem – sie stecken an. Es kostet nichts, freundlich und gütig zu sein, es gibt unglaublich viel – uns und allen anderen Menschen.

  1. Mitgefühl

Hier geht es nicht darum, empathisch zu sein, sondern es ist uns wichtig, neben dem Mitfühlen eine positive Veränderung anzustoßen oder zu begleiten. Sicherlich sollte dies angemessen geschehen und uns nicht überfordern. Wichtig ist es, dass wir nicht mit leiden sondern empfinden können und Mut machen, den eigenen Weg zu finden. Achtsam und aufrichtig Beileid auszusprechen ist gut, nicht auf eine Veränderung hinzuweisen, die man selbst in Gang setzen kann, ist nicht hilfreich. Wir schenken Aufmerksamkeit und Mitgefühl sowie Begleitung am besten möglichst neutral, denn der Beschenkte muss selbst etwas leisten, damit es ihm wieder gut geht und er das Geschenk auch wirklich erkennt. Wer von alleine seine Veränderung bewirken kann und dabei Hilfe bekommt, der wird nachhaltig Stärke und Ruhe sowie Glück in sich finden. Daher mag es unser Geschenk sein, aber es ist ein Geschenk auf Augenhöhe und nicht eines der Verpflichtung.

Mitgefühl – eine zu 100% natürliche Zutat – kann dabei vieles leisten, es glücklich, weise und attraktiv, es verleiht uns selbst Kraft und Gesundheit, dabei verbreitet es sich – einmal gegeben – ganz von alleine. In der Hypnose erreicht man dieses Mitgefühl oftmals sehr leicht, weil man sich mit Bildern und Gefühlen gut verbinden kann.

  1. Offenheit

Offen sein ist wichtig. Offenheit bedeutet hier, dass wir offen für uns und unser Umfeld sind. Wir müssen darauf achten, wie wir uns selbst achten und wie wir anderen Menschen begegnen. Das Leid anderer Menschen zu tragen kann niemals unsere Aufgabe sein. Viele Menschen reagieren so, weil sie glauben, dass sie Aufmerksamkeit und etwas wie Liebe im Ausgleich dafür bekommen. Es ist aber nicht so, denn das wäre eine Geschäftsbeziehung. Wichtig ist, Menschen offen zu begegnen, Aufmerksamkeit zu geben, zu helfen wenn möglich und dann die eigene Grenze zu ziehen. Achtsamkeit uns selbst gegenüber bedeutet, uns selbst zu schützen und anderen Menschen den Zugang zu ihrer Kraft nicht gegen einen Deal der erzwungenen Dankbarkeit abzukaufen, weil wir uns gebraucht fühlen wollen.

  1. Liebe

"Die meisten Menschen leben für die Liebe und die Bewunderung, doch wir sollten durch die Liebe und die Bewunderung leben."
Oscar Wilde

Liebe wird oft falsch verstanden, ebenso als Geschäft. Wer liebt, der liebt bedingungslos und von alleine, ohne sich dazu verpflichtet zu fühlen. Liebe bedeutet, dass wir die Blume auf der Wiese voller Faszination wahrnehmen können, ohne sie um Bewunderung für uns zu bitten oder sie zu pflücken. Dabei fühlen wir uns, wenn wir dies können, so von der Blume und der Welt geliebt, dass wir diese Liebe tief in uns spüren können. Das geht, weil wir sie nicht einfordern.

Liebe ist auf Griechisch anders aufgeteilt als bei uns. Hier gibt es drei Begriffe:

Eros, Agape und Philia sind die drei Arten von Liebe, die in der griechischen Philosophie behandelt werden, sie sind die drei wichtigsten Ebenen von Liebe.

Eros ist die erste aus dem Dreigestirn Eros Agape Philia. Eros ist die körperliche Liebe bzw.  Anziehungskraft. Eros ist nicht nur eine „erotische“ Triebkraft in der Ehe bzw. der Partnerbeziehung. Allgemein kann zwischen Menschen Eros im Sinne einer Anziehungskraft herrschen. Im Yoga entspricht dies der „Prana“ Verbindung zwischen zwei Menschen.

Philia ist die zweite Ebene, sie ist die Freundschaft oder geistige Liebe. Sie steht für die Liebe zwischen zwei Menschen, die ähnlich oder gleiche Interessen, Lebensvorstellungen, Eigenschaften haben - oder den anderen mögen eben wegen seiner geistigen, philosophischen und spirituellen Interessen. Es ist die tiefste und wertschätzendste Form der Freundschaft.

Agape ist die dritte und höchste Form der Liebe. Es ist die uneigennützige Liebe, die spirituelle Liebe, Liebe an sich. Diese höchste Form der Liebe selbst ist nicht nur die seelische Verbindung zwischen zwei Menschen, sondern die erwartungsfreie Liebe eines Menschen zu all seinen Mitmenschen, zu allem was lebt und existiert, zu einfach allem. Sie entspricht dem griechischen Ausdruck für Nächstenliebe, aber auch für Gottesliebe und ist Gottes reine Liebe. Die bedingungslose, befreiende und nach außen auf andere zentrierte Liebe ist zudem der Ausdruck, den Paulus verwendet im Hohelied der Liebe (1 Kor 13, 1-13) und schließt sogar die Feindesliebe mit ein, da sie an keinerlei Bedingung geknüpft ist, um möglich zu sein.  Agape entspricht im Sanskrit „Prema“ und „Bhakti“ am meisten.

Wie verschenke ich richtig?

Ich habe viele Möglichkeiten, mein Geschenk richtig zu bereiten. Die beste Möglichkeit ist, diese Geschenke zu geben ohne zu fordern und die eigene Motivation dabei zu erkennen zu geben. In einem Schreiben kann man sagen:

„Ich möchte Dir ein besonderes Geschenk machen. Es ist mir wichtig, Dir einmal wieder ganz klar zu sagen, was ich fühle und wie ich denke. Es ist sicherlich in der letzten Zeit zu wenig bei uns darüber gesprochen worden und ich habe darüber nachgedacht, dass ich weniger nach den Ursachen suchen möchte, sondern mir wichtig ist, dass es anders wird. Daher habe ich überlegt, wie ich Dir zeigen kann, dass Du mir wichtig bist.“

Nun kannst Du auflisten, was an Veränderung Du geben möchtest. Das könnten beispielsweise folgende Dinge sein:

  • Ich möchte weniger Zeit meinem Smartphone widmen und bitte Dich, mir zu sagen, wenn ich mich nicht daran halte.
  • Es ist mir wichtig zu wissen, wie es Dir geht und ich wünsche mir, dass wir uns mehr von unserem Tag erzählen.
  • Du bist begehrenswert und mein Stress lässt mich manchmal nicht hinsehen und unterdrückt mein Lustgefühl. Das hat mit „uns“ nichts zu tun, es ist eine Nebenwirkung, an deren Folgen ich gerne arbeiten möchte. Hilfst Du mir dabei?
  • Gerne möchte ich öfter Essen zubereiten und mich um unsere Wohnung kümmern. Was meinst Du, was ich am besten übernehmen würde und wie kann ich Dir viel besser helfen?
  • Sagst Du mir, was Dir fehlt und was Deine größten Wünsche an mich und unsere Beziehung sind? Es wird mir eine Freude sein, dass wir daran arbeiten, dass wir beide mehr Freude haben.

Schenke aus Liebe und aus Deinem Herzen – dann funktioniert es. In der Beratung braucht es auch dieses Vorgehen und die Offenheit sowie auch die Übergabe der Verantwortung an den Ratsuchenden, damit er zu seiner eigenen Kraft findet.