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Es gibt jedes Jahr zwei Gedenktage, an denen auch den Sternenkindern gedacht wird. Was genau sind Sternenkinder und wie kann man seinen Umgang mit Sternenkindern verbessern?

Es gibt jedes Jahr zwei Gedenktage, an denen auch den Sternenkindern gedacht wird. Was genau sind Sternenkinder und wie kann man seinen Umgang mit Sternenkindern verbessern?

Sternenkinder


Was sind Sternenkinder?

Sternenkinder sind die Kinder, die uns zu früh verlassen haben oder die nie eine Chance auf ein wirkliches Leben hatten. Oftmals schon tot geboren oder zu früh geboren, um wirklich leben zu können. Wir gedenken ihrer an zwei Tagen im Jahr.

Wenn Leben nicht möglich ist …

Manchmal ist das Leben, so wie es geplant war, nicht möglich. Kinder bekommen manchmal nicht die Chance zu leben. Es gibt Umstände – von uns verschuldet oder nicht – die dazu führen, dass wir ein Sternenkind in unserer Familie haben.

Sternenkinder sind diejenigen Kinder die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Schmetterlingskinder oder Engelskinder sind hier als Worte auch vorhanden aber seltener gebräuchlich. Ein Schwangerschaftsabbruch oder ein plötzlichen Kindstod sind ebenso ein möglicher Grund, ein Kind als Sternenkind zu bezeichnen.

Beisetzung und Beerdigung der Sternenkinder

Vielerorts ist es nicht möglich, dass wir Sternenkinder beerdigen oder beisetzen lassen können, wenn das Gewicht eine bestimmte Grenze unterschreitet. Verschiedene Städte haben hier unterschiedliche Regelungen und Möglichkeiten. In Aachen beispielsweise ist es möglich, Sternenkinder zu beerdigen. Leider ist es nicht so ohne weiteres möglich, einem Sternenkind überall entsprechend eine letzte Ruhestätte zu geben. In unserer Kultur ist es jedoch wichtig, diese Möglichkeit zu haben.

Wann sind die beiden Gedenktage?

Hier die beiden passenden Gedenktage, die unseren verstorbenen Kindern / Sternenkindern gewidmet sind:

Worldwide Candle Lighting am zweiten Sonntag im Dezember

Die Initiative Weltweites Kerzenleuchten (Internationales Worldwide Candle Lighting) unterstützt und begeht am zweiten Sonntag des Monats Dezember einen jährlichen Weltgedenktag für alle verstorbenen Kinder. Um 19.00 Uhr werden in jeder Zeitzone Kerzen entzündet, die dann zu einer die Welt umspannenden Lichterkette werden. In der einen Zeitzone erlöschen sie und werden in der anderen entzündet. So kommt es zu einer Lichterwelle im Gedenken an die verstorbenen Kinder, deren Licht sich nie entzünden konnte oder zu früh erloschen ist.

Tag der Sternenkinder (Pregnancy and Infant Loss Remembrance Day)

Der Tag der Sternenkinder findet jährlich am 15.Oktober statt. Auch hier werden die Kerzen entsprechend ab 19 Uhr angezündet. Dieser Tag ist jedoch der, der deutlich weniger bekannt ist.

Wie gehe ich mit meinem Sternenkind um?

Diese Frage ist wirklich schwer zu klären. Es gibt mehrere Ursachen und viele Möglichkeiten. Eltern, die ihre Kinder überleben, werden immer damit leben müssen und es ist schwer, dieses Schicksal zu verdauen. Egal, ob es zur Fehlgeburt, Frühgeburt oder Totgeburt kam, ein Kind jung oder älter verstirbt oder ob wir Schuld tragen (bzw. es glauben), spielt keine Rolle. Auch bei einem Schwangerschaftsabbruch haben wir oft noch später Gedanken an das, was hätte sein können. Das ist normal und menschlich.

Es darf aber leichter werden für uns und wir dürfen trauern und loslassen. Natürlich dürfen wir uns angemessen erinnern. Unser Leben braucht nicht beendet zu sein oder für immer nur unglücklich. Wir haben das Recht und die Möglichkeit, in jeder Dunkelheit ein Licht zu entzünden, genauso wie es an den Gedenktagen der Fall ist. Jedes Licht durchbricht die Dunkelheit und hilft uns, auch in die andere Richtung zu schauen. Verarbeiten, hindurchgehen, friedvoll und liebevoll auslösen ist bei jeder Trennung und Trauer wichtig.

Das ist nicht nur bei Sternenkindern wichtig, sondern auch ein Thema bei Trennungen aller Art. Wenn Du beispielsweise Dein Kind nicht sehen kannst – aus welchem Grund auch immer – wird es Dich immer berühren und traurig machen. Es spielt keine Rolle, ob es eine Schuldfrage gibt und wer diese Schuld zugewiesen bekommt. Auch ich selbst lebe jeden Tag damit, denn ich hatte fast nie Kontakt zu meiner Tochter. Zudem habe ich zu meinen Eltern auch seit einem Jahr keinen Kontakt mehr, wenngleich sie beide noch leben. Es macht mein Leben schwer, dass es so ist, aber ich lerne, damit immer besser umzugehen. Vielleicht ändert es sich einmal, denn hier ist es noch möglich.

Ich habe gute Freunde und Familienmitglieder verloren und muss zu Menschen Abstand halten, bei denen es mir nicht leicht fällt. Das ist vor allem meine Tochter, es sind aber auch Sohn und Tochter einer Exfreundin. Hier ist die Beziehung lange beendet und das ist auch gut so. Zu den Kindern gab es jedoch eine eigene Beziehung und diese musste ich natürlich von mir aus auch beenden, damit eben diese Kinder nicht unter Druck geraten, sich entscheiden zu müssen. Es freut mich, wenn ich von einem von Euch noch einmal etwas höre – jederzeit und egal weswegen.

Zudem gibt es noch eine Ex-Freundin, die mir bis heute nicht sagte, ob es mit 18/19 Jahren zu einer Abtreibung kam oder nicht. Teilweise sagte sie mir, dass sie dies einmal gesagt habe, um mich zu verletzen, dann stellt sie es als Tatsache hin. Ich frage mich heute noch – 30 Jahre später – was wirklich stimmt. Ich habe heute noch immer wieder Gedanken daran und weiß nicht, was wirklich stimmt. Natürlich wünsche ich mir, irgendwann noch die Wahrheit zu erfahren, aber ich glaube es nicht und ihr glaube ich auch nicht mehr. Alleine schon deswegen, weil man niemanden so bestrafen kann, ihm das nicht innerhalb von 30 Jahren einmal wirklich mitzuteilen, ob es dazu kam oder nicht.

Warum ich davon schreibe ist leicht zu erklären. Wir haben bei Sternenkindern keine Möglichkeit der bewussten Klärung. Das haben wir vielleicht auch nicht im echten Leben in einer sehr ähnlichen Situation, ebenso wie bei Eltern oder Großeltern und anderen lieben Menschen, die verstorben sind. Es gibt jedoch immer eine Möglichkeit, in unserer Seele etwas zu verändern, in unserem Bauchgefühl und in unserem Herzen.

So oder so – ob möglich oder nicht – wir können an uns arbeiten. Es ist immer möglich, wieder bessere Bodenhaftung im Leben zu erreichen, glücklicher zu werden und damit leben zu lernen, dass wir Menschen verlieren. Es gibt Möglichkeiten, um durch Meditation, Atmung und Quantenheilung ein wenig mehr Ruhe zu finden – in jeder Lebenslage. Auch innere Kinder / kindliche Anteile können sich zeigen und verletzt sein - hier liegen aber auch Möglichkeiten und Lösungsansätze, wenn man das ausprobieren kann. Man kann durch Psychologische Beratung, Begleitung in schweren / besonderen Situationen und Hypnose so vieles verändern, um wieder besser zu leben. Einige Menschen haben sich in Trauer, Einsamkeit oder den Selbstmord geflüchtet. Es wäre schade um jeden Menschen, der hier unnötig hinzukommt, weil er eine Trennung nicht verarbeitet – woher auch immer sie kommt. Wenn wir es nicht miteinander lösen können, dann geht es in Herz, Bauch und Seele. Daher die Worte, die mich persönlich betreffen. Ich finde es auch nicht immer leicht, aber ich habe gelernt damit zu leben, dass mein Leben nicht vollständig ist. Es macht mich immer einmal wieder traurig, aber es dominiert nicht mein Leben. Traurigkeit gehört zu unserem Leben. Aber es bedeutet viel mehr, was wir Leben nennen. Wir dürfen alles spüren, Freude wie Leid, Traurigkeit wie Schönheit und Verlust wie Liebe, Trennung und Verbundenheit. Wir dürfen Leben, auch wenn wir Menschen verlieren, die wir lieben. Wir dürfen verletzt werden und können wieder heilen – in Seele und Körper gleichermaßen. Auch Glaube und Spiritualität können und dürfen uns helfen, wenn wir uns darauf einlassen wollen und können.

Dieser Kritiker verletzt Dich am meisten, wenn Du Dich nicht gut fühlst. Es ist wichtig, mit ihm Frieden zu schließen, aus dieser Kritik zu lernen und dann Dein Leben neu zu beginnen.

Dieser Kritiker verletzt Dich am meisten, wenn Du Dich nicht gut fühlst. Es ist wichtig, mit ihm Frieden zu schließen, aus dieser Kritik zu lernen und dann Dein Leben neu zu beginnen.

Der schlimmste Kritiker Erkenne und besiege ihn auf Dauer!


Der schlimmste Kritiker

Wir kennen es sicherlich alle, dass wir von anderen Menschen keine Wertschätzung erhalten, beleidigt werden oder uns beleidigt und herabgesetzt fühlen. Manchmal denkt man sich doch, dass andere Menschen uns böse gesonnen sind, uns nicht ernst nehmen oder uns sogar anfeinden.

Streit der Eltern

Wenn unsere Mutter und unser Vater streiten, dann fühlen wir uns schuldig. Als Kinder verstehen wir es nicht, dass wir nichts mit dem Streit der anderen Menschen zu tun haben. Bis zum Alter von ca. 7/8 Jahren haben wir keinerlei Verständnis dafür, dass es noch mehr soziale Bindungen geben kann, als die uns gegenüber. Soziale Vernetzungen kann unser Gehirn noch nicht erkennen. Daher sehen wir es so, dass wir Auslöser für jeden Streit und jede Auseinandersetzung sind. Bei Menschen die als geistig behindert gelten ändert sich dieses Verhalten oft auch später nicht. Hier sind man das kindliche Verhalten deutlich: Es besteht eine große Betroffenheit bei Gefühlen wie Wut und Trauer und der Wille zu helfen ist ebenso da wie das Gefühl, die Verantwortung für die Situation zu tragen. So verhalten wir uns als Kinder und ziehen die Verantwortung auf uns.

Die Fehlinterpretation

Wir glauben, dass wir falsch sind. Irgendetwas hat jeder Mensch, dass an ihm nicht gut genug ist und wir versuchen, es zu retuschieren, schaffen es aber nicht ausreichend. Auch wenn es niemand mehr sieht oder anmerkt, wir glauben es immer noch.

Das sind einige der häufigen Beispiele für das Fehlverhalten, das wir ganz normal an den Tag legen.

Wer ist also unser schlimmster Kritiker?

Niemand außer uns selbst. Wir haben gelernt, dass wir nicht gut genug sind, haben oft nicht genug Urvertrauen aufbauen können und wir haben falsche Erziehung und Prägung erlebt. Jeder von uns hat solche Dinge kennengelernt und es braucht Frieden damit. Das ist ganz wichtig dafür, dass unsere größten Sehnsüchte sich in Frieden auflösen können. Bis wir diesen Frieden schließen, erleben wir immer wieder, dass es dazu kommt, dass diese offenen Wunden immer mehr aufreißen, wir immer wieder die gleichen Verletzungen erleben und immer depressiver, ängstlicher und unglücklicher werden. Es gelingt uns ohne Auflösung nicht, Frieden und Ruhe zu finden.

Wie kann ich diese Kritik auflösen?

Hierzu gibt es einige Möglichkeiten, die ich kennengelernt habe und sehr gerne weitergebe. Für mich war es wichtig und ist es heute noch, dass ich an diesen Prägungen arbeite. Es scheint mir, als hätte ich viele dieser Erlebnisse erkannt und ich kann sie annehmen und auflösen. Meine persönliche Strategie braucht folgende Elemente:

  • Verständnis für die Zusammenhänge der Prägungen;
  • Entlastung der Fragen von Schuld und Anklage;
  • Rückverbindung mit unseren Gefühlen;
  • Auflösung der aktuellen Situation;
  • Übungen für einen entspannten und schönen Alltag.

Meine Erfahrung

Meine persönliche Erfahrung ist dabei, dass es für mich hilfreich war, mit Hypnose, Yoga und verschiedenen Entspannungstechniken zu arbeiten. Wichtig war es auch, dass ich durch das Erlernen von bestimmten Formen der psychologischen Beratung immer wieder mit mir selbst arbeiten musste und so gelernt habe, die Themen zu finden und aufzulösen. Es ist – meiner Meinung nach – sehr einfach und geht sehr schnell, wenn man auf hypnosystemische Arbeit setzt, die mit oder ohne Psychotherapie zum Erfolg führen kann. Manchmal reicht ein Training, eine Begleitung oder ein Coaching aus, vielleicht auch mit praktischen Übungen und Erlebnissen, manchmal vielleicht nicht. Oftmals aber sind verzwickte Dinge schnell klar und lösbar und zeigen einen Weg der Auflösung. Aber selbst dann, wenn es einmal länger dauern sollte, ist es wunderbar, dass man diese permanente innere Kritik und Schuldzuweisung los ist.

Ich musste irgendwann anfangen!

Ich konnte es damals nicht mehr ertragen, woraus mein neues Leben entstehen konnte. Heute bin ich dankbar dafür, dass es mir schlecht genug ging, um nicht mehr anders zu können. Daher freue ich mich über jeden Menschen, der sich auf den Weg zu sich selbst macht und dann das Leben endlich genießen kann. Freiheit ist von innen am schönsten.