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Was tun, wenn ich Stalking Opfer bin und wie gehe ich damit um, wenn andere Menschen über Stalking berichten? Wie weit kann und darf ich aktiv werden und wo ist welche Grenze?

Was tun, wenn ich Stalking Opfer bin und wie gehe ich damit um, wenn andere Menschen über Stalking berichten? Wie weit kann und darf ich aktiv werden und wo ist welche Grenze?

Hilfe bei Stalking


Wie gehe ich mit Stalking um?

Eine Frage, die viele Menschen beschäftigt. Wahrscheinlich ist Stalking kein Phänomen unserer Zeit, es war wohl schon immer so, dass Menschen belästigt und bedrängt wurden. In der heutigen Zeit werden jedoch die Möglichkeiten immer drastischer. Oftmals hat es auch mit Eifersucht zu tun und der Stalker ist der eigene Partner, der mit seinen Gefühlen und seiner Selbstliebe nicht zurechtkommt. Die Frage ist, wie wir damit umgehen können.

Wo beginnt Stalking?

Ob ich bedroht werde oder mich bedroht fühle macht keinen Unterschied. Es ist so, dass wir uns den gleichen Belastungen aussetzen, wenn wir uns bedroht und belästigt fühlen, als wenn wir wirklich bedroht bzw. belästigt werden. Einbildung reicht aus, um bei uns Stress und auch Angst und Panik oder Depression auszulösen. Dabei ist diese Einbildung oftmals vorhanden, weil es ein reales Erlebnis gegeben hat. Wir wurden früher meist schon einmal gestalkt und haben dann ähnliche Beobachtungen gemacht oder erleben eine vergleichbare Situation und sind direkt wieder mit unserem Erleben verbunden. Da wir vor negativen Erfahrungswiederholungen traumatischen Erlebens massive Angst haben, sind wir wieder mehr als sensibel und steigern uns schnell in Angst und Panik hinein.

Es braucht keine feste Grenze!

Es muss also nicht sein, dass eine bestimmte Grenze überschritten wird, es reicht unser Gefühl aus. In jedem Fall reicht es aus, um aktiv zu werden. Das Gefühl oder Empfinden reicht nicht, um andere Menschen anzuklagen, aber um bei mir aktiv zu werden. Zum einen geht es darum, die eigenen Gefühle wieder in Balance zu bringen und zum anderen darum, dass wir schauen, wie wir die Bedrohung auf reale Gegebenheit überprüfen (lassen) können.

Was tun, wenn ich Stalking Opfer bin?

Wenn ich ein Stalking Opfer bin, dann brauche ich in jedem Fall zwei separate Dinge, die sich klären müssen.

  1. Wichtig ist, dass ich für Besserung und Linderung sorge von dem, was ich erlebe und fühle. Es ist wichtig, sich Hilfe zu holen (Hypnose, Psychologische Beratung, Begleitung … u.v.m.)
  2. Zudem muss ich dafür sorgen, dass eine konkrete Bedrohung geklärt wird und es auch ggfs. zu einer Anzeige kommt, damit Ruhe wieder gegeben ist und wir uns auch um die eigene Klärung kümmern können. Dazu muss die konkrete Bedrohung ein Ende finden können.

Wie gehe ich damit um, wenn andere Menschen über Stalking berichten?

Wichtig ist, dass wir uns anhören, was man uns berichtet und wir anbieten, fachliche Hilfe zu empfehlen, die in den nötigen Bereichen Hilfestellung gibt.

  • Psychologische Beratung ist wichtig, damit Menschen angemessen begleitet werden;
  • Vorgesetzte und Aufsichtspersonen können erste Ansprechpartner sein, um Verdachtsmomente zu prüfen;
  • Polizei hilft, Vorwürfe zu prüfen und zu klären;
  • Ärztliche (neurologische) Untersuchungen können zudem auch sinnvoll sein.

Wie weit kann und darf ich aktiv werden und wo ist welche Grenze?

Es ist nicht richtig, wenn wir in Eigenregie mehr als klärende Gespräche versuchen. Es gibt juristische Wege, die man einhalten muss. Klärungen zu erreichen kann effektiv und gut sein und ein Vermittler manchmal falsch wahrgenommene Dinge klarstellen. Darüber hinaus nutzt juristischer Beistand und angemessene Begleitung und sonst nichts, da wir nicht gleiches mit gleichem vergelten dürfen. Nachher geschieht es sonst vielleicht (als Extrembeispiel), dass Menschen missbraucht werden, andere zu stalken und der auslösende Hilfesteller möglicherweise psychotisch ist, was bisher nicht klar war. Daher ist wichtig: Klären und fachliche Hilfe holen. Niemand muss unnötig viel ertragen und niemand muss sich bedroht, beleidigt oder ängstlich fühlen.