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Welt Alzheimertag Entstehung Geschichte und Ausblick

Am 21.09. ist Welt-Alzheimertag. Wie kam es dazu und wohin wird uns diese Erkrankung führen? Klar ist heute schon vieles, aber es wird zu wenig über sehr wichtige Dinge gesprochen – bisher.

Am 21.09. ist Welt-Alzheimertag. Wie kam es dazu und wohin wird uns diese Erkrankung führen? Klar ist heute schon vieles, aber es wird zu wenig über sehr wichtige Dinge gesprochen – bisher.

Welt Alzheimertag Entstehung Geschichte Ausblick


Welt-Alzheimertag

Der 21. September ist seit 1994 der Welt-Alzheimertag. Er wurde von der Dachorganisation Alzheimer’s Disease International (London) und der WHO gegründet und erfährt weltweite Unterstützung. Am Tag selbst sowie im ganzen Monat September wird oftmals an die Krankheit umfangreich erinnert. Hierzu den Herbstbeginn zu wählen, bei dem auch die Natur die Blätter fallen lässt und das Voranschreiten des Lebens bewusst wird, ist eine durchaus passende Idee, was aber nicht sicher als Assoziation bekannt ist.

Seit 2015 gibt es in Deutschland um den Aktionstag herum eine Woche der Demenz unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Schwesig und Bundesgesundheitsminister Gröhe. Die Initiative dazu ging von der Allianz für Menschen mit Demenz aus.

Die örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen organisieren jedes Jahr eine Reihe von Veranstaltungen mit Vorträgen, Tagungen, Gottesdiensten, Benefizkonzerten und vielem mehr. Das Ziel ist das Bekanntmachen der als unheilbar geltenden Krankheit.

Mit dem Motto des Welt-Alzheimertages 2017 in Deutschland „Demenz. Die Vielfalt im Blick“ möchte man auf die vielen Möglichen Erscheinungsformen und Gesichter der Demenz hinweisen. Zumeist ist es jedoch eine Erkrankung, die sich im Alter zeigt.

Entstehung und Geschichte von Alzheimer

60% der Demenz-Erkrankungen betreffen den Alzheimer Typus. Die anderen Demenzarten unterscheiden sich in Ursache und Voranschreiten, aber man kann viele Parallelen sehen. Alois Alzheimer beschrieb die Erkrankung 1906. Seither gehen wir leider mit zu wenig Aufmerksamkeit damit um. In den letzten Jahren wird uns zunehmend klarer, dass wir uns damit auseinandersetzen müssen.

Oftmals ist es so, dass eine Demenz einer Depression ähnlich sieht bzw. beides gemeinsam auftreten kann. Dies kann eine Rolle bei den Medikamenten spielen, die Prävention sieht dabei durchaus ähnlich aus.

Die aktuelle Situation in Sachen Alzheimer

Aktuell sollen 35-50 Millionen Menschen betroffen sein, wobei die Angaben schwanken. Das mag damit zu tun haben, dass ca. 2/3 der Erkrankten in Entwicklungsländern leben. In Deutschland sind aktuell ca. 1,6 Millionen Menschen an Demenz erkrankt, was für sie selbst und die Familien eine große Herausforderung sowie Belastung darstellt. Die Heilung der Krankheit ist aktuell nicht möglich. Zudem kann man leider beobachten, dass eher auf eine hilflos erscheinende Art und Weise Medikamente verabreicht werden, die – nach eigenen Recherchen – eher wahllos vergeben werden. Mehrere Ärzte berichteten in Vorträgen davon wie folgt: „Wir geben Antidementiva / Antidepressiva und schauen, ob eine Wirkung eintritt. Dann ändern wir das Medikament oder die Dosis. Bei weiterer Erfolglosigkeit kann es sein, dass wir die Medikamente wieder absetzen.“ Dies scheint aktuell der letzte Stand zu sein, da diese Aussagen von 2016 sind und seither nicht viel Neues entwickelt wurde.

Weitere medizinische Behandlung ist kaum bekannt. Soziale angemessene Betreuung und Beratung sowie fachkundige Pflege sind dabei aktuell wichtiger, auch wenn es oftmals eine Überforderung bedeutet. Gerade für die pflegenden Angehörigen ist es furchtbar den Verfall eines geliebten Menschen zu beobachten. Demenz wird oft als „Erkrankung der Angehörigen“ bezeichnet.

Leider ist der Mensch, der betroffen ist, kaum davon zu überzeugen, frühzeitig tätig zu werden und sich Hilfe zu holen. Der Betroffene lehnt Hilfen oftmals ab, wodurch viel zu wenige Beratungsstellen aufgesucht werden. Diesen Umständen ist sicherlich eine hohe Dunkelziffer an Erkrankten geschuldet.

Der Ausblick in Sachen Alzheimer und die Prävention

Aktuell sind in Deutschland ca. 1,6 Millionen Menschen an Demenz erkrankt. Geschätzte 60% davon leiden dabei an einer Demenz vom Typus Alzheimer. Ihre Zahl wird sich bis zum Jahre 2050 nach unserer Erwartung mindestens verdoppeln.

Therapieansätze scheinen derzeit nicht weiter möglich wie auch bei Fibromyalgie z.B. Es gibt mehr Bemühungen in Richtung der Schadensbegrenzung und einer Entlastung der Familien, was aber kaum wirklich ausreicht, denn diese Belastung ist wirklich immens.

Prävention scheitert nicht nur an den Krankenkassen, sondern auch vor allem an der fehlenden Bereitschaft von Menschen, sich diesen Dingen zu stellen. Eine Raucherentwöhnung wird auch oft deswegen nicht durchgeführt, weil wir die Folgen des Rauchens erst plötzlich nach vielen Jahren erleben. Ebenso geht es uns beim Übergewicht. Die Folgen der fehlenden Ernährungsberatung und schlechter Ernährung treten erst spät ein, sind kaum umkehrbar und der Drang daher erst einmal scheinbar nicht vorhanden, weil wir nicht aufmerksam auf die Veränderungen schauen oder sie nicht wahrnehmen.

Externe Quellen / Hinweise / Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alzheimer-Krankheit
https://www.deutsche-alzheimer.de/termine/welt-alzheimertag.html

https://www.agm-online.de/wat.html

Veröffentlicht am Kategorien Demenz, Depression

Über Arno Ostländer

Hallo, mein Name ist Arno, Arno Ostländer. Nach zwanzig Jahren als Vertriebler, Vertriebstrainer und Moderator habe ich vor einigen Jahren erkann, was mir wichtiger ist. Seither habe ich zahlreiche Bücher geschrieben, schreibe für Zeitungen, Magazine, Blogs und begleite Menschen auf dem Weg zu einem freien und glücklichen Leben. Mehr auf meiner persönlichen Homepage arno-ostlaender.com

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