7 Tipps um Angst und Depression zu reduzieren

Depressionen und Ängste nehmen immer mehr zu. Daher wird es immer wichtiger, dass wir lernen, was wir selbst unternehmen können, um uns über manchen Moment hinweg zu helfen.

7 Tipps um Angst und Depression zu reduzieren


7 Tipps um Angst und Depression zu reduzieren

Es wird immer mehr mit Depressionen und Ängsten. Manchmal gibt es konkrete Auslöser, wie Scheidung, Verlust oder den Tod eines geliebten Menschen. Das muss nicht sein, manchmal ist es ein schleichender Prozess. Wir müssen nicht immer gleich bei einem Verlust, einer Verstimmung, wenn wir niedergeschlagen oder ängstlich sind zum Arzt oder Therapeuten. Ebenso ist es nicht klug, zu lange zu warten. In jedem Fall ist es wichtig, sich Hilfe zu holen, wenn man nicht mehr kann oder weiter weiß. Die nachfolgenden Tipps sollten eine „schnelle“ einfache Hilfe sein, die vielleicht über die ein oder andere Talsohle helfen kann.

Angst und Depressionen können Freunde werden

Leider sind Ängste, soziale Phobie und Depressionen oftmals ein Team, dass sich Hand in Hand ergänzt. Wir entwickeln immer mehr Ängste, grenzen uns von Menschen ab und werden depressiv. Durch die Corona Zeit steckt dies in vielen Menschen drin und wird sich nicht mehr so leicht entfernen oder überspielen lassen.

Diese sieben Strategien können helfen:

Die nachfolgenden Strategien wirken nicht immer und auch nicht durch einmaliges Lesen. Wichtig ist es, das anzunehmen, was gerade geht und das nach und nach zu perfektionieren. Man ist nicht jeden Tag gleich gut und nicht immer geht alles gleich perfekt von der Hand. Dinge brauchen Zeit. Das Licht am Ende des Tunnels zu sehen, gibt Auftrieb. Nimm das Auf und Ab des Lebens hin, du kannst es nicht ändern, aber du kannst es immer besser machen.

1 Respektiere dich selbst

Wenn du respektvoller mit dir umgehst, dann hilfst du dir selbst, vielen Fallen zu entkommen. Natürlich machen wir alle Fehler, wir alle fühlen uns auch einmal schlecht und wir haben auch einmal einen besonders schlechten Tag. Wenn wir das annehmen und uns nicht noch weiter schlecht machen, weil es so ist, dann ist schon ein wenig gewonnen. Wir lernen anzunehmen, dass es schlechte Momente, Situationen und Tage gibt und wir nicht deswegen gleich schlechte Menschen sind. Das beendet einen großen Teil unserer Selbstzerstörung.


Euer Glueck kotzt mich an

Buchtipp: Euer Glück kotzt mich an!

Oft denken wir, dass es anderen Menschen besser geht als uns. Das ist oftmals ein Trugschluss. Wenn du merkst - wie es mir ging  dass dich das Glück anderer Menschen stört und sogar ankotzt - dann ist viel passiert. Nimm dir Zeit für mehr Informationen und eine Leseprobe, wenn es dir so geht und du dieses Gefühl kennst.

Leseprobe "Euer Glück kotzt mich an!" - hier!


2 Lerne verstehen was passiert

Wenn du die Mechanismen von Depressionen, Angst, Panik und Sozialphobie verstehen lernst, dann wirst du besser erkennen, dass du kein Opfer bist, nicht wertlos und nicht hilflos, sondern bestimmte Dinge einen bestimmten Zusammenhang und Ablauf besitzen. So lernst du den Respekt weiter aufzubauen und dadurch noch mehr Selbstwert und Selbstmitgefühl zu erreichen. Wer die Zusammenhänge kennt, der ist nicht mehr hilflos, sondern auf einem besseren Weg.

3 Du hast schon so viel durchgehalten

Wer so weit ist, wie du bist, der hat Kraft. Ja, du hast richtig gelesen. Du hast viel erreicht. Wenn du im Tal der Ängste und Depressionen bist oder gewesen bist, dann hast du jeden verdammten Tag ganz schön viel geleistet. Das muss man anerkennen.

Damals dachte ich, dass Depressionen und Ängste nur was für Schwächlinge sind. Ich war der Meinung, dass mir das nie widerfahren kann. Dann kam die Trennung von meiner Frau und die Scheidung. Drei Tage war ich ein zitterndes und lebloses Etwas. Hätte meine Mutter mir nichts zu Essen und zu Trinken eingeflößt, dann wäre ich wahrscheinlich verdurstet. Ich war nicht mehr in der Lage, mich und meine Bedürfnisse wahrzunehmen – und das fast von heute auf morgen. Natürlich nahm der Stress durch die anstehende Trennung zu – aber von einem Moment auf den anderen war einfach keine Kraft mehr da, kein Verstand mehr, kein Gefühl mehr und keine Logik. Es war einfach nichts mehr da. Mehr als ein Jahr habe ich gebraucht, damit ich das verwinden konnte.

Wenn du also Schlaflosigkeit, Antriebslosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Müdigkeit, Niedergeschlagenheit und Gefühlsleere kennst und du weiter machst, dann hast du dich entschieden, die Kraft dem Leid abzuziehen und in dich und deine Heilung zu investieren – und das ist eine Heldentat, die Superman und Wonder Woman nicht besser machen könnten. Ich kann das respektieren und wertschätzen und ich zeige dir gerne persönlich, was daran super ist.

4 Belohne dich für jeden Erfolg

Du hast viel erreicht und das anzuerkennen ist wichtig. Jeder kleine Schritt ist wichtig, wenn du aus dem Tal wieder hervorkommst. Das darfst du dir anerkennen. Der Tag, an dem du früher aufstehst, normal arbeitest, etwas Schönes zu Essen machst oder eine sonstige – auch noch so kleine – Leistung erbringt, ist wunderbar und du darfst dir das anerkennen, denn das hast du geschafft. Mit oder ohne  Hilfe ist egal – du machst den kleinsten Erfolg, den du hast. Sich Hilfe holen geht immer und ist wichtig. Wir alle brauchen immer einmal Hilfe – aber dennoch bringen wir die Leistung. Auch wenn wir das Auto kaufen, wir fahren es. Das ist unsere Leistung.

5 Fordere dich Schritt für Schritt heraus

Es ist wichtig, dass du manchmal Tage hast, an denen du nichts machen musst. Man braucht bei jeder Diät einen „Cheat Day“ oder auch einmal zwei davon. Dann aber wieder braucht es einen neuen Impuls und eine kleine oder größere mutige Tat. Du wirst sehen, dass jede solche Tat dir wieder mehr Lebensfreude gibt und Mut auf mehr macht. Und wenn es mal nicht gelingt, dann ist das okay. Es geht immer einmal rauf und runter im Leben – bei jedem von uns. Dann nimm es hin und versuche etwas anderes und vielleicht nur halb so viel. Manchmal hat man sich vielleicht einfach übernommen. Wir haben nicht jeden Tag gleich viel Kraft, Lust und Motivation. Das ist bei uns allen ganz genauso. Und – vergiss nicht – in kenne diesen Scheiß auch aus meinem Leben und bin kein Sprücheklopfer.

Die richtigen Strategien dazu:

Setze dir kleine Ziele und mache eine Liste. Auf einer Skala von 0-10 kannst du die Dinge auflisten und das, was sie für dich an Anstrengung bedeuten. Dabei ist „0“ das, was dir ganz leicht fällt, „1“ das, was oft funktioniert bis hin zu „10“ für das, was dir (fast) unvorstellbar erscheint. Nun geh bitte so vor, dass du erst einmal bei „0“ und „1“ bleibst, weil Erfolge gerade am Anfang wichtig sind und dann machst du weiter mit „0“, „1“ und „2“. Nach und nach kannst du dich steigern und immer wieder mal eine Stufe runterschalten, wodurch du das Erreichte sicherst.

Ändere kleine Dinge in deinem Leben, denn kleine Änderungen sind die Grundlage, das Leben im großen Stil zu ändern. Wenn du eine Gewohnheit in Frage stellst, dann ist das okay für dich. Vielleicht ist es das Duschgel, das Salatdressing oder die Nudelsorte. Etwas ganz Alltägliches kurz zu hinterfragen und etwas zu verändern macht Mut, mehr zu verändern. Du merkst, dass es geht und dass du es nicht immer möchtest. Es ist gut, Dinge zu verändern und auch gut, Dinge nicht zu verändern. Über Veränderung nachzudenken und hin und wieder eine Veränderung durchzuführen ist wichtig. Du sollst dein Leben verändern, aber es soll dir gefallen, was du machst. Du hast alle Freiheiten – probiere sie aus.

5 Schaffe und nutze Anreize, das Haus zu verlassen

Depressionen, Ängste und Sozialphobie lassen dich einsam werden. Ich habe damals ein Jahr lang fast gar nicht das Haus verlassen. Daher weiß ich, wovon ich rede. Du darfst dich immer einmal zurückziehen, aber wichtig ist es, dass du dir überlegst, was einen Anreiz für dich in der Außenwelt hat. Nein, damit meine ich nicht die blöden Tipps, die Sonne sei ja so schön. Ich meine das, was dich reizt und nicht das, was andere dir immer gebetsmühlenartig vorsagen, weil sie glauben, es würde helfen.

Positives Denken und Depressionen oder Angst sind keine guten Freunde. Die positiven Gedanken werden irgendwann wieder mehr und gewinnen nach und nach, wenn du ihnen eine Chance gibst. Bitte suche dir nicht die Social Media Selbsthilfegruppen, weil sie dich runterziehen. Nutze andere Gruppen mit Interessen, die dir gefallen. Man kann sich mit Tierfreunden treffen, Spieleabende machen und gemeinsam kochen. In jedem Fall solltest du keine großen Gruppen wählen und Dinge besuchen, die interessant scheinen und nicht besonders lange andauern, damit du nicht gleich vier Wochen mit Menschen in Urlaub musst, die dir dann doch nicht gefallen. Natürlich war das übertrieben, denn das würde dir nicht in den Sinn kommen. Wie gesagt – ich kenne das. Also kleine Ziele und kleine Ideen und machen. Hab den Mut dazu, kleine interessante Dinge zu unternehmen.

Wenn es mal nur um dich geht und du nichts unternimmst, kannst du auch etwas verändern. Was du machst, das geht oft auch draußen. Viele Dinge kannst du unter dem freien Himmel machen, auch ganz alleine. Es gibt Wälder, Parks und viele andere Möglichkeiten, draußen zu sein und das zu machen, was du auch sonst machst. Du machst es nur in einer gesünderen Umgebung.

6 Denk mal anders

Es wird Zeit, anders zu denken. Das geht natürlich auch nicht sofort. Mit weniger Stress geht es übrigens am schnellsten. Je weniger du dich unter Druck setzt, desto leichter und schneller kannst du es.

Mache dir deine Gedanken bewusst und nimm dir Zeit, sie wahrzunehmen. Dann kannst du diesen Gedanken verändern. Wenn du merkst, dass du depressiv und ängstlich reagierst, dann gehe der Angst auf den Grund – davor hat sie Angst. Dann denke daran, wie du diesen Moment überwindest. Du kannst es schaffen, wenn du es angehst. Versuche es und trainiere es – du wirst immer besser werden.

Von einem Stuhl auf den anderen rücken ist wichtig. Nimm das, was du denkst, von anderen Stellen wahr. Deine negativen Gedanken lügen, lüg du doch mal mit. Mal angenommen, deine negativen Gedanken stimmen nicht, dann kannst du vielleicht einmal anders denken und dann nochmal anders. So wird der Druck weniger und die Phantasie hilft dir aus der Enge der Situation. Du befreist dich durch die Phantasie.

7 Arbeite an deiner sozialen Kompetenz

Du musst nicht sofort Entertainer werden und auf der Bühne stehen. Ich habe schon als Teenager auf der Bühne gestanden, ich war sogar schon mit 7 Jahren zum ersten mal DJ in dem Laden, in dem meine Mutter am Wochenende gearbeitet hat. Karneval als kleiner Junge im Cowboydress Platten auflegen war toll. Aber ich habe mit 14-42 Jahren viel aufgelegt, Events gemacht und in der Gastro-Szene gearbeitet – und war manchmal trotzdem ganz schön depressiv. Es half und dann kam das Loch wieder. Aber es half und ich kam aus dem Loch heraus.

Arbeite also daran, erst einmal die „Fake It Til You Make It“ Strategie zu versuchen. Versuche es, an der Oberfläche Kontakte zuzulassen, dich aufzubrezeln und dann wirst du nach und nach besser, authentischer, leichter und offener. Du lernst dazu. Das kann jeder Mensch – nur eben in seinem Tempo und so, wie es zu ihm passt.

Beginne damit, Menschen zu grüßen, ihnen freundliche Blicke zuzuwerfen und da, wo es geht, ihnen liebevoll die Hand oder die Hände zu geben. Gehe weg von Alltagsfloskeln und wünsche einem Menschen einen „besonders schönen Tag“ oder sag einfach mit fünf Worten mehr, wie sehr es dich freut, diesen Menschen jetzt zu sehen. Die Reaktionen werden dir gefallen – ganz sicher.

Achte darauf, welche Menschen dir positiv begegnen und bei wem du dich wohlfühlst. Diese Menschen sind gut für dich. Verbringe mehr Zeit mit ihnen und du wirst noch mehr solcher Menschen kennenlernen. Manchmal ist einfach die Umgebung falsch, so haben wir schlechte Erfahrungen gesammelt. Das können wir verändern.

Du kannst vieles erreichen, vieles selbst verändern und merkst auch, ob dir Dinge gelingen oder nicht. Wenn du meinst, es geht nicht gut genug oder es hilft nicht, dann ändere die Taktik. Wenn die obigen Tipps nichts bringen oder wenn sich nichts ändert, dann bitte wirklich Hilfe anbieten bzw. Hilfe holen oder einfach Kontakt zur Erstberatung am Telefon aufnehmen. Du hast es verdient, glücklich zu leben. Ja – ich kenne dich nicht – aber ich sage es dir. Ich habe das damals auch nicht geglaubt, aber das ist der Trick von Sozialphobie, Panik, Angst und Depression. Es ist nicht die Wahrheit, nur ein guter Trick. Du musst da raus und du kannst es schaffen, genau wie ich.


Chemnitz, Dresden, Freiberg, Freital, Görlitz, Leipzig, Pirna, Plauen, Zwickau, Sachsen-Anhalt, Bernburg (Saale), Bitterfeld-Wolfen, Dessau-Roßlau, Halberstadt, Halle, Lutherstadt Wittenberg, Magdeburg, Stendal, Weißenfels, Wernigerode, Schleswig-Holstein, Ahrensburg, Elmshorn, Flensburg, Itzehohe, Kiel, Lübeck, Neumüster, Norderstedt, Pinneberg, Wedel, Thüringen, Altenburg, Eisenach, Erfurt, Gera, Gotha, Jena, Mühlhausen, Nordhausen, Suhl, Weimar,Online,Online Beratung,Online-Coaching

Kommentar verfassen