Neue Ansichten zu Bulimie und neue Wege hinaus!

Menschen, die mit Bulimie zu tun haben, sind oft in einem sehr intensiven Teufelskreis gefangen und kommen nicht hinaus. Auch Angehörige sind hilflos und wissen nicht weiter. Was hilft wirklich?

Bulimie


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Wege aus der Essstörung: Neue Ansichten zu Bulimie und neue Wege hinaus!


Neue Ansichten zu Bulimie und neue Wege hinaus!

Ich persönlich glaube, dass es wichtig ist, dass wir bei jeder Art von Essstörung lernen, uns und den beteiligten Personen andere Fragen zu stellen. Es braucht andere Lösungen in meiner Wahrnehmung und nur die führen nach meiner Beobachtung zum Erfolg.

Meist stellen Menschen zum Thema Bulimie folgende Fragen:

  • Wie verhalten sich Menschen mit Bulimie?
  • Wie kommt es zu einer Bulimie?
  • Was sind Symptome einer Bulimie?
  • Wie fängt man mit Bulimie an?

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Wir müssen uns in meiner Wahrnehmung um etwas Anderes Gedanken machen:

Was ist es, dass einen Menschen hilflos macht und das Gefühl vermittelt, nichts im Leben kontrollieren zu können? Warum eigentlich ist Kontrolle so wichtig, wo sie doch eine Art Gegenpol der Evolution ist? Wenn wir die Dinge oder das Leben kontrollieren wollten, so würden wir doch viel Genuss verpassen und an sich nicht wirklich überrascht werden können. Ist es so erstrebenswert, Kontrolle über etwas zu haben, damit man wenigstens in einem Lebensbereich eine Art von trügerischer Sicherheit empfindet? Denn genau darum geht es bei vielen Betroffenen. Bulimie ist eine Art von gleichzeitiger Ohnmacht und einem Verlangen nach Macht und Kontrolle, welches ja auch tatsächlich in einer gewissen Art und Weise umgesetzt wird. Hier versuchen es die Menschen aus dem Umfeld wie Freunde und Familie mit Logik und dem, was sie selbst in ihrer Hilflosigkeit als sinnvoll ansehen. Das aber verpufft, weil einfache Handlungsanweisungen nicht sinnvoll sind – das sind sie niemals – auch nicht bei Rauchern, Menschen mit Übergewicht und Personen mit anderen Suchtthemen.

Wie verhalten sich Menschen mit Bulimie?

Sie essen oftmals viel und erbrechen. Sie treiben viel Sport und hungern, fasten, nehmen Appetitzügler und erwecken bei ihrem Umfeld Angst und Unsicherheit. Das ist oftmals in den Augen der Menschen mit Bulimie regelrecht sinnvoll, damit man wahrgenommen wird. Gleichzeitig aber möchten sie nicht wirklich wahrgenommen werden, sondern in Ruhe gelassen. Sexualität ist auch ein sehr schwieriges Thema voller Extreme. Es braucht Bestätigung, aber diese kann gar nicht angenommen werden. Durch das Hin und Her von Macht und Ohnmacht kommt es zu Teufelskreisläufen, die kaum verändert oder gar aufgegeben werden können, selbst nach vielen Klinikbesuchen und Therapien.

Meine eigene Essstörung

Da ist selbst zu einer Essstörung erzogen wurde habe ich einen besonderen Bezug zu diesem Thema. Meine Mutter hat mich zum essen gezwungen und mir Süßigkeiten als Belohnung vermittelt. Zudem hat sie alles gesunde Essen als geschmacklos dargestellt und als negativ. Fleisch war wichtig und ich wurde gezwungen, es gegen meinen Willen zu essen. Sie war für alle Hinweise von außen unempfänglich und machte sich darüber lustig. Sie verstarb an Herzproblemen, Diabetes und Lungenkrebs. Vieles davon war ihrer ungesunden und destruktiven Lebensweise zuzuschreiben. Ich musste mich von ihr lösen, um das selbst aufarbeiten zu können. Dadurch und durch einige Klienten habe ich eine ganz andere Sicht der Dinge bekommen.

Wie kann man anders als üblich gegen Bulimie vorgehen?

Wir müssen in meiner Wahrnehmung einen Menschen, der unter einer Essstörung leidet mit etwas konfrontieren, was ihm in meinen Augen kaum begegnet: Ernsthaftigkeit und Respekt ohne blöde Tipps. Es braucht eine liebevolle und zugewandte Form von Respekt, die in unserer Gesellschaft oftmals untergeht.

Dabei ist nach meinen Beobachtungen folgendes wichtig:

  • Kein Druck, denn der ist schon viel zu groß, gleichzeitig aber darauf achten, dass die Selbstverletzung möglichst heruntergefahren wird;
  • Respektvolles Erkunden des Motivs für das Verhalten;
  • Verständnis zeigen und das wirklich authentisch;
  • Lernerfahrungen finden, die das Verhalten ausgelöst haben;
  • Innere Konflikte finden und achtsam aufarbeiten;
  • Schuldgefühle und innere Zerrissenheit ausbalancieren;
  • Keine Vorschriften machen, sondern Vorschläge und Ideen geben – und das vor allem bezogen auf das seelische Gleichgewicht;
  • Keine Ernährungspläne und Trainingspläne machen;
  • Bestehende Gewohnheiten langsam und achtsam herunterfahren, wenn Bereitschaft dazu erkennbar ist;
  • Zu Misserfolgen und Fehlschlägen ermutigen;
  • Gegenseitiges Vertrauen schaffen und Offenheit ermöglichen;
  • Entwicklung seelischer Balance als Ziel, das Verhalten aufgeben zu können.

Das Umfeld mit einzubeziehen, damit nicht weiter falsche Tipps und Ratschläge gegeben werden hilft übrigens auch sehr und ist leider selten möglich. Wenn, dann aber gelingt die Gesundung sehr viel leichter.

Alles das ist nicht einfach, aber es ist wichtig. Achtsam, zugewandt und liebevoll mit einem Menschen umzugehen ist immer wichtig und vielleicht hier noch mehr, weil auch Emotionen nicht wirklich zutreffend wahrgenommen werden. Das macht es wesentlich, Verständnis zu haben und sich als Berater, Coach, Therapeut oder Angehöriger Vertrauen zu verdienen.

Hypnose und Techniken wie Quantenheilung als sanfte Möglichkeit, mit sich selbst in eine innere Balance zu finden sowie die Heilung des inneren Kinds, was Verletzungen heilen kann, die uns immer wieder triggern, auch wenn sie gar nicht mehr bestehen. Es ist, als würden wir in einem Traum ein neues Leben möglich werden lassen, welches dann in der Realität viel einfacher und leichter wird.

Sich Zeit zu lassen und keinen Druck aufzubauen, sondern allem mit Respekt zu begegnen, das ist wohl der Kern aller Arbeit. Ich freue mich, wenn wir einen ersten Kontakt aufnehmen und nach Lösungen schauen – gerne auch in Zusammenarbeit mit Kollegen aus anderen Disziplinen.

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