Deine Angst lügt!

Du glaubst deiner Angst und daran hast du dich gewöhnt. Sie lügt und du bist es gewohnt, auf sie hereinzufallen. So kannst du die Lüge entlarven und das steckt wirklich dahinter.

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Deine Angst lügt!

Eine starke Behauptung, aber sie trifft zu. Deine Angst lügt und nimmt dir die Lust am Leben. Sie macht das so, dass es dir nicht auffällt und sie enthält in ihrer Lüge einen Kern aus Wahrheit, der den Rest logisch erscheinen lässt. Schauen wir uns die Elemente an, die wahr sind, die Lügen und den Weg in die Veränderung.

Die Wahrheit im Kern der Angst!

Bevor wir zur Lüge kommen schauen wir auf den wahren Kern. Ja sicher hat deine Angst ein Recht und eine Existenzgrundlage. Dazu brauchen wir ein Beispiel. Dieses Beispiel kannst du auf viele andere Dinge übertragen.

Wenn ein Mensch dich verletzt hat, wodurch auch immer, dann schüchtert dich das vielleicht ein, verletzt dich ganz tief in deinem Selbstwert, du wirst beleidigt und abgewertet. Das ist der wahre Kern hinter einer Angst wie einer Sozialphobie.

Das Wachstum des wahren Kerns!

Nach einem Erlebnis wie einer Verletzung – ob seelisch oder körperlich – bist du darauf vorbereitet und gehst entsprechend immer vorsichtiger an Menschen heran. Du beobachtest genauer, was geschieht und deine Wahrnehmung geht immer mehr in Richtung möglicher Verletzungen.

Nun beginnt die Angst zu lügen!

Nach und nach wird deine Wahrnehmung sich so ausrichten, dass dir das Leben immer bedrohlicher erscheint. Hinter jeder Handbewegung, jeder Geste, jedem Menschen siehst du eine mögliche Gefahr. Du beginnst dich zurückzuziehen, weil du glaubst, dass dir niemand mehr freundliche Worte sagt und niemand in guter Absicht auf dich zukommt. Dieser Lüge glaubst du immer mehr aufgrund einiger Erfahrungen, die deine Sichtweise verändert haben.

Andere Beispiele dafür:

Du hast nach und nach Männer kennengelernt, die du für Narzissten hältst und die dich bedroht haben. Vielleicht aber steckt ein schlechtes Selbstwertgefühl dahinter und nicht die Menschen sind alle böse und übergriffig, sondern du forderst sie geradezu dazu auf, dich zu benutzen.

Im Beruf gelingt dir der Aufstieg nicht, weil du nichts kannst. Dadurch wirst du unzufrieden und du merkst auch, wie deine Leistungen nachlassen. Möglicherweise hast du nicht genug Selbstvertrauen und verzettelst dich in deinen Vorstellungen davon, schlecht zu sein, wodurch du gar nicht mehr motiviert bist, neue Dinge zu lernen oder Fähigkeiten zu trainieren, weil du nicht an dich glaubst.

Die Lüge manifestiert sich!

Es wird nach und nach klar in deiner Wahrnehmung, dass du nicht gut genug bist, einige Dinge nie schaffen wirst und du traust dir nichts zu. Du beginnst, vor Auseinandersetzungen mit deinen Themen wegzulaufen und dadurch geschieht das, was die größte Gefahr ist: Deine Angst gewinnt.

Du vermeidest Angstauslöser und ziehst dich nach und nach zurück. Ob Autofahren, Aufzüge, Höhe, andere Menschen, große Plätze oder andere Situationen – du lernst den Rückzug als Sicherheitsstrategie. Das ist durch die Verkettung (siehe oben) nachvollziehbar, aber nicht richtig. Es fühlt sich jedoch sehr stimmig an und genau damit nimmt es dich gefangen. Du glaubst deiner Wahrnehmung, steigerst dich hinein und verlierst immer mehr Selbstvertrauen.

Damit aber nicht genug. Du glaubst auch nicht mehr, dass du etwas leisten kannst. Du verlierst den Glauben an deine Mitmenschen, an Hilfsangebote, Strategien und Möglichkeiten. Deine Angst beschützt dich und lässt eine Veränderung immer weniger zu. Du hast dir dein eigenes Gefängnis gebaut und gibst dir lebenslänglich. Es zerfrisst dich im Inneren und lässt dich seelisch ausbluten.

Beziehungen werden unmöglich, Menschen sind immer suspekter, die Ängste nehmen zu und es kommt zu depressiven Gedanken. Dadurch wird das Gefängnis noch stabiler und engmaschiger, bis es dir den Blick auf die Welt ganz nimmt. Niemand versteht dich und du verstehst die anderen Menschen nicht mehr. Die Angst gewinnt.

Taktiken, die das Problem verstärken können:

Selbsthilfegruppen können, wenn sie falsch aufgebaut sind, viel zerstören. Du kannst lernen, dass es andere Menschen wie dich gibt und man sich gegenseitig versteht. Durch das Gefühl, nicht angenommen zu werden, dass sich in der Gruppe nicht zeigt, läuft man Gefahr, sich gegenseitig noch besser einzusperren und wechselseitig die Gefängnisse der Anderen zu bewachen.

Schulmedizin – die ja nicht immer schlecht ist – kann ein Problem sein. Viele Ärzte haben keine Zeit und suchen eine schnelle Lösung. Meist ist das der Mix aus Psychopharmaka und keiner Therapie, weil es keine Plätze gibt. Der Arzt hat keine andere Option. Er ist nicht schlecht, er ist nur nicht ausgebildet und er hat nicht die Zeit dafür. Die Spezialisten, die von der Krankenkasse gezahlt werden, sind selten und du musst nehmen, was du bekommst. Alternativ gehst du drei bis sechs Wochen in die Klinik und danach geht wieder alles von vorne los.

Übrigens: Das sind keine Vorurteile, sondern zusammengefasste eigene Erfahrungen sowie Erzählungen von sehr vielen Menschen, die ich begleiten durfte. Die Schilderungen sind sehr oft in dieser Art. Solltest du gute Hilfe haben, dann trifft alles das nicht zu, aber dann wirst du diesen Artikel wohl auch nicht lesen und gehörst nicht zu den Menschen, die genau solche Erfahrungen machen und daran zugrunde gehen.

Wie kann ich das Gefängnis verlassen?

Das sind die wichtigsten Schritte – nach innen und nach vorne. Diese müssen wir nacheinander gehen. Du musst – soweit meine persönliche Erfahrung einige Dinge verstehen und dann deinen persönlichen Weg finden. Dabei braucht es Begleitung. Es geht hier meist nicht um Therapie, sondern um ein praktisches Coaching. Das erkläre ich dir jetzt einmal ganz einfach. Besser ist es, das einmal persönlich zu besprechen auf das eigene Thema bezogen.

Der erste Schritt ist das tiefe Verständnis dafür, dass Konflikte zur Wahrnehmungsverzerrung führen. Wenn ein Mensch dich beleidigt, dann kannst du damit ganz unterschiedlich umgehen. Machst du solche Erfahrungen vielleicht öfter und hast das als Kind schon erlebt, dann bist du wehrlos. Du brauchst also ein Erkennen der Konflikte und die Auflösung davon.

Es braucht ein Training der Selbstwahrnehmung und Selbstliebe. Wir dürfen in der heutigen Zeit nicht sagen, dass wir uns selbst mögen, es uns gut geht und einfach das Leben genießen. Nach außen sind wir perfekt und stark, nach innen traurig und im Herzen einsam. Wir verlieren uns, rutschen ab und leben eine Version unseres Lebens, von der wir gar nicht mehr wissen, was eigentlich unser Antrieb ist. Das können und müssen wir verändern. Es muss wichtig werden, das Leben zu genießen und glücklich zu sein.

Sich der Angst zu stellen wird auch wichtig, aber das müssen wir ganz langsam beginnen. Erst einmal reden wir über Gefühle und wie man richtig damit umgeht. Dann planen wir eine Strategie, machen Übungen und praktische Dinge zusammen. Jeder in seinem Tempo und auf seine Art.

Dann passiert so oft das unerwartete. Ganz ohne eine zielgerichtete Therapie. Ganz ohne dass wir uns dem Ziel gewidmet haben, beginnen die Ängste sich aufzulösen. Ich erlebe dann zwei Sorten von Menschen / Situationen:

Halber Erfolg (sage ich einfach einmal so): Du wirst offen dafür, eine Therapie zu beginnen und dich zu öffnen dafür, dass es vielleicht noch ein gewisser Weg ist. Du merkst aber, er ist machbar und du kannst die Dinge im Leben verändern.

Voller Erfolg: Du spürst, dass die Grundlage deiner Angst zerbröckelt und verstehst, dass du dir selbst im Weg gestanden hast. Auf einmal wird es leichter, die Kraft beginnt in dir aufzukommen und du wirst selbstbewusster, mutiger, freier und lockerer. Du merkst, dass du immer mehr alleine kannst und deine Angst auf einmal so wundersam geht wie sie kam. Das zu sehen ist ein wunderbares Geschenk für dich und den Menschen, der dich begleiten darf.

Natürlich kann es sein, dass man auf dem Weg eine Pause macht oder zögert. Wir alle haben Angst vor Veränderung – auch wenn das Glück dahinter wartet. Es klingt manchmal zu leicht und zu gut – aber es ist schön, wenn man sich auf den Weg macht. Wenn du möchtest, dann schreibe per Mail, was dein Thema ist oder rufe einfach an. Wir schauen dann, ob es passen kann und wie dein persönlicher Weg aussieht. Du hast es verdient, frei und glücklich zu sein.


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