Diese freundlichen Worte sind ein klarer Angriff!

Wir freuen uns alle auf Zuspruch und Zustimmung. Es ist toll, wenn andere Menschen uns als „fähig“ einschätzen. Aber dieser Spruch bedeutet genau das Gegenteil und richtet sich gegen uns.

Wir freuen uns alle auf Zuspruch und Zustimmung. Es ist toll, wenn andere Menschen uns als „fähig“ einschätzen. Aber dieser Spruch bedeutet genau das Gegenteil und richtet sich gegen uns.

Diese freundlichen Worte sind ein klarer Angriff!


„Du schaffst das schon.“ ist das „Fick dich!“ unserer Zeit.

Mit diesem einen Satz wollen sogenannte Freunde uns beschwichtigen und dafür sorgen, dass wir sie nicht weiter belasten, ihnen nicht auf die Nerven gehen und uns selbst um unseren Kram kümmern. Ja – wir brauchen Zuspruch und Bestätigung und wir brauchen den Hinweis, dass wir mit eigener Kraft Dinge schaffen. Oft sind wir aber zu schüchtern, um das einzufordern und sehen unsere eigene Kraft nicht. Wir schaffen aber die meisten Dinge in vielen Fällen ganz alleine. Wer aber einfach nur kurz zuhört, um dann „Du schaffst das schon.“ zu sagen, der will uns nicht stärken oder den Glauben an uns und unsere Fähigkeiten zum Ausdruck bringen. Solche Menschen wollen, dass wir immer nur weitermachen, obwohl wir schon lange nicht mehr können.

Immer weiter machen statt reflektieren

Wir haben die Kultur entwickelt, dass wir alles aushalten. Man gibt nicht auf und macht immer weiter. Daher sind diese Sprüche auch wirksam und passen in unser Weltbild. Wir machen natürlich weiter und wir glauben an die Pflicht, nicht aufgeben zu dürfen. Das machen wir dann immer weiter und dann – weil wir nicht mehr können – steigern wir uns noch mehr. Es geht oftmals soweit, dass wir nach einem Marathon, den wir so gerade noch geschafft haben, noch Hunderte Kilometer extra laufen, weil man uns das gesagt hat. Dabei sind wir innerlich schon vollkommen ausgebrannt und abgestorben, haben alle Lust und Freude verloren und können schon lange nicht mehr. Die Dinge machen schon ewig keinen Sinn mehr und wir hängen uns selbst wie ein totes Kind an Maschinen, die uns noch funktionieren lassen, obwohl längst kein Leben mehr in uns ist. Social Distancing hat die Einsamkeit und unsere Durchhänger in den letzten Jahren sehr gesteigert.

Was ich erlebt habe

Ich war 20 Jahre Vertriebsmensch und habe Vertriebsleute trainiert. Das waren für mich zehn Jahre zu viel – mindestens. Aber man gibt ja nicht auf und macht weiter. Man wird besser und arbeitet an sich. Jeder hat mal einen Durchhänger und man schafft nicht alles auf einmal, aber das geht dann schon wieder. Damals hätte ich auf die klaren Signale hören müssen und mein Leben ändern. Aber nein, das macht man nicht. Daher habe ich viel zu lange gebraucht, um es endlich einzusehen. Niemand hat mir gesagt, dass ich etwas verändern darf und kann und ich selbst wäre auch nie auf die Idee gekommen. Es brauchte drei totale Lebenskrisen und Zusammenbrüche.

Ich kann dir sagen, dass es auch „billiger“ geht und man nicht verpflichtet ist, sein Leben blind und stumm zu ertragen. Du kannst alles das in deinem Leben verändern, was es nicht lebenswert macht. Beziehung, Beruf, Freizeit und umgebende Menschen – das kannst du verändern, gesunden lassen oder beenden. Aber das Ding ist, dass du das Sehen verlernt hast, das Hinhören mit dem Herzen. Dein Verstand und deine Logik lassen dich innerlich verkümmern, während du im Außen keinerlei Anzeichen zeigst, weil man das ja nicht macht. Den Anderen geht es ja augenscheinlich besser. Das aber auch nur, weil sie das gleiche Theater spielen wie du.

Wir haben die Kultur des Schnauze Haltens, des Hinhaltens der anderen Wage, des Aushalten Könnens und des inneren Ausdorrens in diesem Land ebenso erfunden wie die Erbsünde von Kirche und Politik. Deswegen lassen wir uns mit dem Faktor „Corona“ noch mehr in Panik bringen, blenden und kontrollieren. Die Szenarien unserer Regierung sind in ihrer Art und Weise vollkommen falsch, überzogen und wirklichkeitsfremd. Die sogenannten Maßnahmen unterliegen keiner Kontrolle und werden ihr sogar entzogen. Damit machen wir dann wieder noch leichter weiter, halten den Mund und werden einfacher handlebar. Genau das ist unser Untergang.

Wie können Freunde wirklich helfen?

Wenn du ein Freund oder eine Freundin bist und das ernst nimmst, dann ermutige einen Freund bzw. eine Freundin nicht dazu, dass es immer weiter gehen muss. Manche Menschen senden klare Signale dazu, dass sie nicht mehr können. Das müssen sie gesagt bekommen. Dann brauchen  Sie wirkliche Hilfe – professionelle – und das muss man ihnen sagen. Dabei darf nicht der Eindruck eines „Dachschadens“ entstehen, darum geht es einfach nie. Es geht darum, dass wir bei zunehmendem Druck in unserer Zeit immer mehr eine Balance brauchen, einen Ausgleich und wir innere Ruhe und inneren Frieden finden müssen. Es darf nicht sein, dass wir immer mehr schultern, aushalten, verantworten, leisten und stemmen.

Wir müssen den Menschen in unserer Umgebung möglichst frühzeitig erklären, dass wir etwas beobachten, das uns aufrichtige Sorge macht und sie auf dem Weg der Gesundung von innen heraus begleiten. Es ist wichtig, ihnen Mut zu machen, sich Hilfe zu holen und dann auch das Leben zu verändern. Wir haben ein Recht, Menschen auf ihr Glück hinzuweisen und auf alles das, was dem entgegensteht. Das sollten wir dann als unsere Sicht und Meinung kennzeichnen und nicht als einzige Weisheit. Aber von außen erkennen wir Dinge, die ein Mensch im Hamsterrad nicht sieht.

Wie müssen wir reagieren?

Wir sollten uns immer wieder die wichtigen drei Dinge fragen:

WILL ich das?

Will ICH das?

Will ich DAS?

Darüber hinaus sollten wir uns bewusst werden, dass wir die Dinge hinterfragen dürfen. Wenn wir kraftlos sind, unsere Gedanken kreisen, der Druck in uns zunimmt, Lustlosigkeit und Freudlosigkeit unseren Alltag ausmachen und wir zunehmend nur noch funktionieren, dann wird es Zeit, dass wir uns mal einen halben oder ganzen Tag Auszeit nehmen und dem auf den Grund  gehen. Danach kann man sehen, wie es weitergeht und den eigenen Weg korrigieren.

Niemand darf nur noch funktionieren und „alles schaffen müssen“!

Wir müssen uns gegen das Durchhalten wehren. Es ist nicht unsere Aufgabe, das Leid der Welt auf den Schultern zu tragen. Wenn du wegen dir selbst, einem Partner, einer Partnerin, einem Freund oder einer Freundin Fragen dazu hast, dann melde dich gerne und ruf an und schreibe eine Mail, damit ich zurückrufen kann.


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