Häusliche Gewalt

Es kommt immer mehr zu Fällen von Häuslicher Gewalt. Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, aktiv zu werden und sich zur Wehr zu setzen. Hier eine Sammlung von Informationen und Möglichkeiten.

Es kommt immer mehr zu Fällen von Häuslicher Gewalt. Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig, aktiv zu werden und sich zur Wehr zu setzen. Hier eine Sammlung von Informationen und Möglichkeiten.

Häusliche Gewalt


Häusliche Gewalt

Es kommt immer zu häuslicher Gewalt. Wenn Menschen miteinander leben, dann gibt es auch Gewalt. Diese kann ganz unterschiedliche Gesichter und Motivationsgründe haben. Es sind laut Familienministerium Stand 2018 insgesamt ca. 140.000 Fälle häuslicher Gewalt bekannt geworden, von denen etwa 114.000 Mädchen bzw. Frauen sind. Die gesamte Statistik des Ministeriums zu häuslicher Gewalt ist erschreckend. Man spricht davon, dass jede dritte Frau mindestens einmal körperliche und/oder sexuelle Gewalt bis zu ihrem 16. Lebensjahr erlebt hat. Aber auch hier sind viele Fälle sicherlich nicht genannt worden.

Was kann Gewalt sein?

Es geht in sehr viel mehr Fällen um Gewalt, als uns bewusst ist. Oft als harmlos abgetane geringe körperliche Züchtigung, als Kind eingesperrt werden, Liebesentzug oder bewusste Manipulation gelten oftmals nicht als „richtige“ Gewalt. Es ist jedoch so, dass gerade Kinder hiervon schon nachhaltig traumatisiert werden. Mit der Zeit sind diese Trigger dann die Grundlage weiterer Attacken auf die Freiheit des jungen Menschen. Das bildet oftmals die Grundlage für ein devotes oder masochistischen Verhalten im Erwachsenenalter.

Etwas verständlicher ausgedrückt bedeutet das:

Wer als Kind erlebt wird, dass er sich richtig verhalten muss, um liebenswert zu sein, der wird darauf trainiert, sich entsprechend zu unterwerfen. Aus einer guten Schulnote, die einen vor Ablehnung oder Schläge schützt wird immer mehr. Es kommt zu weiteren Anpassungen und Unterwerfungen – oftmals auch sexuell. Hier wird dann Gewalt angedroht und es wird auf eine angebliche eigene Schuld hingewiesen. Gerade Frauen geschieht so etwas sehr oft, woraufhin sie ihren Wert stark nach unten setzen. Es entsteht ein antrainiertes Gefühl von Wertlosigkeit und Nutzlosigkeit. Das zeigt sich dann als Verhalten auch in Beziehungen.

Das geschieht oft in einer Beziehung:

Wer sich seinem Partner klar unterwirft, der fordert diesen dazu heraus, immer mehr auszuprobieren. Wenn der Partner dann ebenso ein Minderwertigkeitsgefühl besitzt (was auch bei Männern sehr oft ähnlich antrainiert wurde), dann wird diese devote Unterwerfung gerne als Möglichkeit angenommen, sich selbst durch das Ausnutzen eines solchen Menschen scheinbar aufzuwerten. Wir „fragen“ somit regelrecht nach der gewohnten Gewalt – seelisch und körperlich. Diese steigert sich dann immer weiter. Weil man es nicht gewohnt ist, sich damit auseinanderzusetzen steigert sich diese Gewalt immer mehr. Keine Seite beendet das „Spiel“, weil es ja beiden einen „Nutzen“ bringt.

Es gibt keine „Zielgruppe“

Dabei geht es um Männer und Frauen, Jungen und Mädchen, alle Altersklassen oder Sexualitäten, Neigungen und alle sozialen Schichten. Eine besondere „Zielgruppe“ gibt es nicht. Oftmals sind Frauen oder Mädchen die Opfer, aber auch die Täter haben viel gelitten und erduldet, so dass auch diese wirkliche Hilfe brauchen, um von ihren Mustern lassen zu können. Da aber der Täter sich schuldig fühlt (natürlich zurecht) und das Opfer seine Rolle „gut“ gelernt hat, kommt es nicht zu Lösungen, sondern zu Versprechungen und Änderungszusagen, die aber nur in den seltensten Fällen eingehalten werden. Gelernte Muster aufgeben ist schwer, braucht aber in jedem Fall die Bereitschaft, das Falsche anzuerkennen und daran zu arbeiten, was beiden Seiten fehlt.

Corona und Maske 19

Es gibt immer Zeiten, in denen die Gewalt zunimmt, wie Urlaub oder eine lange gemeinsame Zeit. Hier verstärken sich gelernte Muster, weil der Druck steigt. Die Corona Welle ab dem 2. Quartal 2020 hat das nochmals massiv verstärkt. Niemand muss das aushalten – kein Opfer und kein Täter. Es gibt andere Wege und Möglichkeiten.

Codewort „Maske 19“

Mit dem Codewort „Maske 19“ kann man in Apotheken, Arztpraxen und Kliniken auf sich aufmerksam machen. Es scheint eine Initiative der Zonta International zu sein, über die einiges nachzulesen ist. Auf der Informationsseite zu Maske 19 sind Informationen, Ansprechpartner und Anlaufstellen genannt.

Wie gehen wir im Coaching und der Beratung mit Gewalt um?

Grundsätzlich ist nicht jede Gewalttat strafbar, aber das Ziel muss Gewaltfreiheit im Miteinander sein. Das gilt unabhängig von Alter, Geschlecht oder sonstigen Faktoren. Wir führen gerne Gespräche und verweisen in den Fällen, in denen es mehr Sinn macht, eine andere Stelle anzusprechen. Bitte nenne uns auch dieses Codewort oder sprich das Thema Gewalt an. Wir versuchen immer schnellstmöglich zu helfen. Sollte es einmal nicht direkt gehen oder es eine Anfrage außerhalb unserer Erreichbarkeit gehen, dann melden wir uns gerne zurück. Hierbei kann man angeben, dass wir uns als „Wasserwerk“ oder „Friseur“ bzw. auf eine andere Art mit einer besonderen Bezeichnung melden sollen, die nicht auffällt. Wir sind diskret und dokumentieren nicht, wenn das nicht gewünscht ist. Natürlich halten wir uns an geltende Gesetze, Regeln und Verordnungen, aber wir setzen niemanden unter Druck. Gespräche sind auch immer anonym möglich – z.B. über eine Service-Rufnummer.


Anm.: Ich entschuldige mich für die vielleicht scheinbar fehlende Geschlechtsneutralität des Artikels. Das geschah aus Gründen der Lesbarkeit.

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Ein Gedanke zu „Häusliche Gewalt

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