Hilfe holen aber wo und wie?

„Ich möchte mir Hilfe bei den Menschen holen, die das gleiche durchmachen wie ich.“ Das sagen viele Menschen, aber wohin führt uns das und was kann daraus werden? Dazu klare Worte.

„Ich möchte mir Hilfe bei den Menschen holen, die das gleiche durchmachen wie ich.“ Das sagen viele Menschen, aber wohin führt uns das und was kann daraus werden? Dazu klare Worte.

Hilfe holen aber wo und wie


Hilfe holen aber wo und wie?

Viele Probleme kennen sehr viele Menschen. Egal ob Eifersucht, Liebeskummer, Trauer, Verlassen werden oder ein schlechtes Selbstwertgefühl. Ebenso steht es um Rauchen, Übergewicht, Alkoholismus, Spielsucht und andere Dinge, die meist nicht nur ein Leben belasten, sondern auch die Umwelt. Zudem gibt es die sogenannten "unsichtbaren Erkrankungen" wie Fibromyalgie - man kann die Schmerzen und das Leiden daraus oft nicht erklären, daher auch nicht verstehen und das führt dann zu Ablehnung und Bagatellisierung. Inkontinenz und Essstörungen sind ebenso Themen, die man nicht auflöst, weil man Angst davor hat, sich zu öffnen und die seelischen sowie körperlichen Dinge nicht erklären kann.

Daher fühlt man sich oftmals zurückgedrängt, unverstanden, nicht geliebt und abgelehnt. Du bist also schon krank, süchtig oder hast einen anderen Grund, an dir zu zweifeln - und dann wird dieser noch verstärkt durch das Unverständnis von außenstehenden - auch von Ärzten, Therapeuten oder Psychologen. Manchmal ist das so, aber das unterstellen wir oftmals auch einfach nur, ohne es zu überprüfen.

Das fördert schnell die Diagnosekriterien einer Depression oder depressiven Verstimmung. Wenn es dir schlecht geht, dann wird es noch schlimmer, freudloser und depressiver. Wir sehen keinen Sinn mehr in einer Änderung, geben die Hoffnung auf und halten einfach noch durch, obwohl wir schon lange nicht mehr können.

Gleichgesinnte finden

Man kann verstehen, dass man sich dann mit „Leidensgenossen“ austauschen möchte. In Situationen, die peinlich sind und die wir nicht gerne anderen Menschen gegenüber erklären wollen, weil wir es gewohnt sind, dass wir auf Ablehnung stoßen, möchten wir das nicht. Wir kennen es, dass wir für dumm, falsch, hässlich, dick oder etwas anderes gehalten werden. Das haben wir verinnerlicht, weil wir unschöne Kommentare einfach schon viel zu oft gehört haben. Das kennen wir sicherlich alle.

Kultur der Ablehnung

Mobbing und Shitstorms sind in unserer immer virtuelleren Welt nicht an der Tagesordnung, sondern permanent präsent und alle machen dabei mit. Man hat keine Meinungsfreiheit, sondern Gruppen von Menschen anderer Ansichten prügeln in Wort und Bild aufeinander ein. Wenn das so zugeht, dann möchte man doch kein Risiko eingehen und sich einem Menschen öffnen, der vielleicht auch glaubt, dass wir falsch sind.

Endlich finden wir uns

Nun finden wir in einer Gruppe Gleichgesinnte – und diese Gruppe ist virtuell. Man kann sich austauschen und holt sich Bestätigung. Das ist erst einmal gut, denn wir fühlen uns nicht mehr abgelehnt, denn andere Menschen können uns verstehen. Das ist sehr wichtig. Genau das ist aber das Problem, denn Selbsthilfe unter Betroffenen hat durchaus Tücken.

Wir fühlen uns angenommen, aber wir helfen uns nur beim wechselseitigen Selbstmitleid und das scheint hilfreich zu sein. Wir fühlen uns weniger falsch, haben eine Gruppe von Menschen, die mit uns leiden und dort beginnen wir, uns sicher zu fühlen. Dadurch werden wir nichts verändern, denn wir haben ja nun endlich andere Menschen kennengelernt und denen geht es auch nicht besser. Unser Problem scheint normal zu sein, denn andere Leute kennen es auch. Sie scheitern wie wir an der Veränderung und damit muss man sich wohl abfinden. So wird diese Art von Hilfe schnell zur noch größeren Falle, die wir annehmen und nicht mehr verlassen möchten.

Wie kann denn Hilfe in der Gruppe aussehen?

Wenn Betroffene sich helfen wollen, dass geht das gut, wenn einige der Betroffenen wichtige Schritte hinter sich haben und das Ausgangsproblem überwunden haben, wie das beispielsweise bei den Anonymen Alkoholikern der Fall ist. Hier und in ähnlichen Gruppen haben Menschen in der Realität ihr Problem erkannt, professionelle Hilfe in Anspruch genommen und sich über die Veränderungen ausgetauscht. Nachdem sie das Problem dann überwunden haben, helfen sie Menschen, die gerade in die Veränderung gehen wollen dabei, indem sie diese an die Hand nehmen und weiterhin mit gutem Beispiel vorangehen, an dem der neu hinzukommende Mensch sich orientieren kann.

Was es daher noch braucht:

Es braucht professionelle Hilfe von Fachleuten. Egal ob Coach, Therapeut, Hypnotiseur, Arzt, Heilpraktiker oder was auch immer. Du brauchst Menschen, die beruflich professionell anderen Menschen bei ihren Themen / Problemen helfen und das wirklich gelernt haben. Manchmal braucht es auch mehr als einen kompetenten Wegbegleiter.

Nun kann dann noch eine der zuletzt erwähnten Gruppen (wie z.B. die Anonymen Alkoholiker) hinzugenommen werden, damit man den Austausch mit anderen Betroffenen auf unterschiedlichen Stufen hat. So kann man sich an denen orientieren, die schon weiter sind und lernt es, sich gegenseitig zu respektieren, aber man entwickelt sich weiter. Das ist in dieser Art von Gruppe normal durch ihre Struktur.

Daher: Achte darauf, dass du nicht die Lust und den Mut verlierst, dich von deinen Belastungen zu lösen und suche dir erst einmal professionelle Hilfe. Diese ist wichtig und nicht der Austausch mit Betroffenen, die genau so wenig eine Lösung kennen wie du. Das ist wirklich gefährlich. Wenn dein Ansprechpartner sich nicht als ideale Lösung herausstellt, dann kann man aber gemeinsam überlegen, wie es weitergeht und was besser helfen kann. Gib nicht auf, denn du kannst vieles erreichen, wenn du auf dem Weg bleibst – und der ist überall mal holprig und steinig.

Kontakt aufnehmen – geht ganz einfach: Anrufen und dann reden wir darüber, ob wir gute Ansprechpartner sein können und wie ein guter Weg aussieht.


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