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Liebe Männer: Keine Angst vor der Paartherapie VIDEO

Vor allem Männer scheuen den Gang zur Paartherapie. Man scheint Angst davor haben zu müssen. Das ist aber nicht so. Männer und Frauen haben durch die Eheberatung bzw. Paartherapie neue Chancen.


Vor allem Männer scheuen den Gang zur Paartherapie. Man scheint Angst davor haben zu müssen. Das ist aber nicht so. Männer und Frauen haben durch die Eheberatung bzw. Paartherapie neue Chancen.

Liebe Männer Keine Angst vor der PaartherapieLiebe Männer: Keine Angst vor der Paartherapie

Nach der großen Liebe kommt der Alltag – oder es sind andere Themen, die eine Beziehung zu Fall bringen können. In den USA gehört es schon lange zum guten Ton, für viele Belange einen Therapeuten aufzusuchen, in Deutschland aber schrecken die meisten davor zurück. Insbesondere die Paartherapie hat dabei – gerade bei Männern – einen schlechten Ruf. Diesen hat sie nicht verdient. Das klärt der Blick auf wichtige Gründe des Scheiterns einer Beziehung und das, was auch Männer dabei gewinnen können.

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Woran scheitern Beziehungen?

Die wichtigsten Gründe des Scheiterns einer Beziehung sind: Untreue, Kinder aus anderen Beziehungen, zu wenig Gemeinsamkeit und Zeit miteinander, Geldsorgen, Egoismus, Alltagsstreits, Entfernung bei Fernbeziehungen, Sexuelle Unlust und Sex-Flauten sowie Stress im Berufsleben.

Wer ist schuld?

Das scheint eine ganz wichtige Frage zu sein und diese scheuen Mann und Frau. Sie aber ist die unwichtigste aller Fragen. Es kann nicht um Schuld und Schulzuweisungen gehen. Wir möchten die Beziehung doch retten, solange es möglich ist – und nicht einen Richterspruch oder eine andere Verurteilung erreichen. Es geht nicht um die Schuldfrage, sondern darum, was wichtig ist. Wir sollten herausfinden dürfen, was gemeinsam an Potential vorhanden ist, damit wir die Beziehung wieder neu aufbauen können.

Was macht Männern Angst?

Einer völlig fremden Person Einblick in die Beziehung zu gewähren geht gar nicht. Männer haben gelernt, dass sie immer stark sein müssen und keine Hilfe annehmen können. Ein Mann löst seine Probleme in der Regel nicht auf intellektuelle Art. Daher macht eine Paarberatung auch meist bei einer Frau keinen Sinn – sondern es braucht oft einen Mann oder ein Paar, welches die Beratung anbietet. Der Mann steht so in seiner Wahrnehmung nicht als Verlierer da, sondern fühlt sich besser gesehen und wahrgenommen. Männer unter sich können eben offener reden und verstehen sich besser. Frauen können offener über ihre Probleme sprechen und sich leichter öffnen – auch einer fremden Person gegenüber – egal ob Mann oder Frau.

Die große Angst der Männer ist es, dass sie die Schuld zugewiesen bekommen – und dann auch noch ihrer Frau und einer Therapeutin gegenüber sitzen. Wenn eine Beziehung scheitert und die Kommunikation miteinander nicht mehr stimmt, dann sollte die leichter kommunizierende Person ( die Frau) nicht auch noch gleichgeschlechtliche Unterstützung bekommen, damit man ihn gemeinsam fertig machen kann. Natürlich stimmt das nicht, aber als Mann empfindest Du das so – und das ist vollkommen normal.

Über Sex reden Männer gerne, aber nicht mit ihrer Frau und einer anderen, sondern bei einigen Bieren darüber, was sie für Helden sein können oder wie toll die Beine der vorbei gehenden Frau sind. Sie reden dabei mehr, als sie umsetzen – und das ist vollkommen normal und Teil des genetischen Erbes. Frauen schauen übrigens ganz normal auf den Hintern eines Mannes, weil das ihr genetisches Erbe ist. Der Mann kann schlecht mit seiner Frau über Sex reden – und im Falle der Verstärkung durch eine Therapeutin schon gar nicht. Dann kommt er sich wie ein Schlappschwanz vor – was er nicht ist. Das muss er aber bitte auf seine Art erklärt bekommen, damit er wieder Lust hat, statt sich weiter zurückzuziehen.

Stress auf der Arbeit ist für Männer toll und ein Grund, stolz zu sein – ein Burn-out ist für einen Mann der beste mögliche Orden. Männer stecken bei Problemen immer lieber den Kopf in den Sand und warten darauf, dass die dunklen Wolken von alleine verfliegen. Das fordert Frauen heraus, immer mehr zu diskutieren, was zu immer mehr Blockade und Rückzug führt. Diesen Druck sieht er steigen, wenn man dann auch noch zur Therapie gehen soll. Oftmals überlegen Frauen auch, ob man ihn zur Eheberatung zwingen kann. Zwang ist genau so sinnlos wie die Schuldfrage. Es muss anders gehen.

Was kann Eheberatung / Paartherapie wirklich?

In Beziehungskrisen geht es immer um Kommunikationsprobleme. Das können Vorwürfe sein, einen Kleinkrieg (bis hin zum Rosenkrieg), um festgefahrene Strukturen und fehlende Anerkennung. Das sind die grundlegenden Dinge. Das, was man als Grund später anführt, entsteht daraus, dass man zu wenig für sich selbst macht und zu wenig Gemeinsamkeit hat. Die Partner verlieren meist gleichzeitig die Autonomie und die Gemeinsamkeit.

Ist das Ziel immer das Fortführen der Beziehung?

Nein, das ist völlig offen, das Ziel der Paarberatung ist die Zufriedenheit beider Partner, auch wenn das eine Trennung bedeutet. Es kommt nicht darauf an, mit Gewalt die Beziehung zu retten, sondern beide Partner und auch die Kinder dürfen gewinnen und müssen wieder Freude am Leben haben. Dabei ist wichtig, die Paartherapie möglichst früh zu starten, denn zwei Drittel aller Paare kann man die Beziehung durch die Beratung retten. Je schneller man beginnt, desto günstiger und besser.

Was kostet die Paartherapie?

Eine Paartherapie kann auf viele Fragen eine Antwort geben. Es ist auch möglich, die Eheberatung mit Hypnose-Coaching zu kombinieren. Die Kosten trägt man immer selbst und niemals die Krankenkasse, aber Scheidungskriege und Ehestreits kosten viel mehr. Wir opfern Geld, Liebe und die Freude am Leben, obwohl wir ganz einfach Spaß am Leben haben könnten – und das zumeist auch miteinander.

Was tun, wenn er nicht mitkommen mag?

Zwang – das hatten wir schon – bringt nichts. Man kann es alleine versuchen, sich beraten zu lassen und dann gemeinsam mit einem Berater / Therapeuten das Thema und die Lösung besprechen. Wenn ein Partner etwas verändert, dann wird der andere sich auch verändern. Man kann also immer ganz leicht alleine beginnen. Danach kann man vielleicht auch gemeinsam starten. Es geht aber auch, sich alleine Hilfe zu holen und dann Wege kennenzulernen, wie man die Beziehung kitten kann. Männer brauchen keine Angst haben, aber Frauen können ihren Männern auch helfen, indem sie sich Hilfe holen und dann mit dem Therapeuten / Berater die Strategie besprechen, wie man vorgeht, um festgefahrene Situationen geschickt zu lösen – alleine mit dem Partner.

Man könnte sagen: Lass ihn Mann bleiben, wenn er das will. Lerne, wie Du Frau sein kannst, er Mann bleibt und ihr wieder besser ihr selbst sein könnt – und glücklich.


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