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Missbrauch geht uns alle an!

#MeToo kennen wir langsam. Nun kommt die #SheToo Bewegung hinzu. Was ist passiert? Es scheint so zu sein, dass eine weibliche Hauptfigur der Bewegung, die Männer öffentlich anprangert, nun selbst Täterin sein soll.


#MeToo kennen wir langsam. Nun kommt die #SheToo Bewegung hinzu. Was ist passiert? Es scheint so zu sein, dass eine weibliche Hauptfigur der Bewegung, die Männer öffentlich anprangert, nun selbst Täterin sein soll.

Missbrauch


Asia Agento und #SheToo

Tja - nun ist Asia Argento möglicherweise nicht nur Anklägerin der #MeToo Bewegung, sondern Verdächtige im Rahmen der #SheToo Bewegung. Diese ist entstanden, weil sie laut einem Bericht der New York Times einen damals 17-jährigen jungen Mann belästigt haben soll. Angeblich hat sie ihm Alkohol gegeben und ihn dann bedrängt. Das soll die Karriere des damals 17-jährigen Jimmy Bennett beendet haben.

Missbrauch geht uns alle an!

Es ist sicherlich nicht okay, dass pauschal Männer wegen Sexismus und sexuellem Missbrauch angeklagt werden. Häusliche Gewalt geht sehr oft von Frauen aus. Männer werden dabei sehr schnell mit dem Rücken an die Wand gedrängt und können sich bei Vorwürfen wegen Übergriffen kaum wehren – ob sie nun wirklich ernsthaft erhoben werden oder nicht. Das ist sicherlich nicht angebracht.

Missbrauch wird nicht immer ernst genommen!

Wir werden viel zu oft bedrängt und belästigt - was auch im Traum viele Menschen nicht loslässt. Unsere Erlebnisse verfolgen uns ganz massiv auch im Traum. Viele Opfer werden nicht ernst genommen und hier wird viel bagatellisiert. Manche Dinge „macht man eben“ und es „ist ja nicht so schlimm, mal ….“ so lauten einige der Formulierungen. Das ist Unterdrückung auf höchstem Niveau. Menschen werden dazu angehalten, noch immer mehr zu ertragen, den Mund zu halten und eine Karriere nicht zu zerstören. Es gibt anscheinend Dinge, die wichtiger sind, wegen derer man den Mund halten soll.

Opfer sind lange still!

Opfer halten sich zu lange zurück und leiden still – und das viel zu lange. Sie möchten nicht noch mehr darüber reden, nicht mehr gefragt werden. Wenn man seine Ruhe haben möchte und dieser Anspruch höher ist als der, permanente Übergriffe zu beenden. Viel zu viele Opfer halten dann noch viel länger aus, was sie nicht ertragen können. Das sind Töchter, Ehefrauen, aber auch Söhne und Männer. Missbrauch und Übergriffe sind nicht immer nur sexuell und Frauen sind nicht nur die Opfer – Opfer und Täter sind auf allen Seiten vorhanden.

Täter dürfen nichts sagen!

Wir alle haben Gedanken, die ängstigen würden, wenn man sie offen ausspricht. Die wenigsten von uns setzen sie um. Sie ängstigen uns manchmal selbst und wir halten uns selbst oft genug für krank. Das sind innere Konflikte, die wir nicht oder nur schwer lösen können. Geht man dann in die Richtung, sich Hilfe zu holen, dann ist man von Angst geprägt, gleich unter Anklage oder Generalverdacht zu stehen. Es braucht die Offenheit, auch auf (potentielle) Täter zuzugehen, denn auch hier ist Hilfe wichtig – um Situationen zu beenden oder erst gar nicht entstehen zu lassen. Manchmal könnte man es verhindern, dass aus Menschen überhaupt erst Opfer oder Täter werden.

Wir müssen etwas tun!

Wir brauchen einen anderen Umgang mit den Übergriffen und deren Erklärung. Es ist wichtig, dass wir uns darum sorgen, dass wir alle wieder freier leben dürfen. Es kann nicht sein, dass Leid bagatellisiert wird – aber vor allem brauchen die Opfer eine Hilfe, die ihnen das Leben wieder erleichtert, denn diese Punkt ist der wichtigste von allen.

Jedes Opfer von Gewalt braucht Hilfe, auch wenn es nicht zu einer Anzeige kommt. Was sollte uns daran hindern, dass wir Menschen aus der Zone der Gewalt befreien, wir anonym Beweise sichern und dann Hilfe geben, dass die Situation besser wird.

Anonym und diskret arbeiten!

Hier bieten wir gerne im Rahmen der Sexualberatung / psychologischen Beratung die Möglichkeit der diskreten Arbeit an, die nicht dokumentiert wird, wenn es nicht gewünscht ist. So lange es sich moralisch und gesetzlich vertreten lässt, kann man viele Situationen entlasten und Hilfe geben, ohne dass alles „an die große Glocke gehängt“ wird. Und weitere Schritte bespricht man auch gerne gemeinsam erst einmal ohne Druck in Ruhe, denn die soll endlich wieder ins Leben dürfen – unabhängig von Geschlecht, Alter und Situation.

Persönliche Anmerkung

Wer – wie ich – selbst Opfer von solchen Übergriffen ist, der versteht Opfer wie Täter gut. Ich helfe gerne und kann verstehen, dass der Schritt zur Hilfe für beide Seiten schwer ist. Daher möchte ich – so lange es gesetzlich zulässig ist – unbürokratisch und einfach helfen können. Wir können bei einigen Dingen direkt beratend eingreifen, sonst vermitteln wir gerne an die richtigen Stellen und helfen auch dabei, den Mut für wichtige Schritte zu finden. Ebenso haben wir die Möglichkeit, die diskrete und verdeckte Arbeit in Gruppen anzubieten.


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