Warum Weinen gut und gesund für dich ist

Tränen unterdrücken wir allzu oft, aber es ist wichtig, wenn wir weinen. Warum weinen wir, woraus sind Tränen und warum ist das Weinen gut für Körper und Seele?

Tränen unterdrücken wir allzu oft, aber es ist wichtig, wenn wir weinen. Warum weinen wir, woraus sind Tränen und warum ist das Weinen gut für Körper und Seele?

Warum Weinen gut und gesund für dich ist


Warum Weinen gut und gesund für dich ist

Weinen ist wichtig für uns, denn wir drücken unsere Gefühle aus und entlasten uns damit. Es ist etwas, dass wir als besondere menschliche Eigenschaft schätzen. Oftmals unterdrücken wir es. Wir können es häufig nicht aushalten, uns oder andere Menschen weinen zu sehen, aber es ist wichtig für uns zu weinen – und es ist gut für uns.

Was sind Tränen und wozu gibt es sie?

Tränenflüssigkeit ist ein Sekret, welches von der Tränendrüse abgesondert wird mit einem pH-Wert von ca. 7,35. Es ist eine klare kochsalz- glucose- und proteinhaltige Flüssigkeit, die auch das bakteriostatische Lipocalin enthält. Sie besteht demnach aus Wasser, Elektrolyten (daher salzig), Proteine, Fettsäuren bzw. Öl und Schleim.

Wir entfernen Reizstoffe und Schmutz aus den Augen mit ihnen und die antibaktiellen Inhalte schützen unsere Augen vor Infektionen.

Übrigens: Tränen treten durch Tränenkanäle aus und laufen über die Nasengänge in unsere Nase, wodurch die Nase geschmiert und frei von Bakterien bleibt. Das ist der Grund, warum wir uns die Nase putzen, wenn wir weinen.

Das sind aber nur die bekannten Abläufe in unserem Körper, die uns ziemlich logisch erscheinen. Das wirkliche Wunder des Weinens ist deutlich vielfältiger und spannender.

Warum weinen wir?

Bis zum Alter von 20 Jahren weinen wir deutlich mehr als danach. Besonders Kinder weinen viel. Oftmals meinen wir, dass Weinen schlimm wäre, aber das ist eher der Auslöser der Tränen, als die Tränen selbst.

Die Gründe für das Weinen sind vor allem:

Es geht also immer um Dinge, die uns intensiv berühren und die wir manchmal nicht einmal mit Worten beschreiben können. Es scheint nicht immer logisch, warum wir weinen, aber das muss es wohl auch nicht immer sein. Tiefe emotionale Berührung ist eben für jeden Menschen etwas anderes.

Gute Gründe für das Weinen

Wir entschuldigen uns, wenn man uns weinen sieht. Das ist sehr schade, dann Gefühle zeigen zu können ist wunderbar und das sollten wir respektieren. Die nachfolgenden Gründe machen es dir vielleicht in Zukunft leichter, zu deinen Tränen zu stehen.

Du kannst deine Emotionen ausdrücken

Durch Tränen drücken wir die Gefühle aus, die wir schlecht in Worte fassen können. Daher weinen Kinder auch häufiger als Erwachsene. Je älter wir werden, desto peinlicher empfinden wir es. Das ist sehr bedauerlich, denn auch dieser Ausdruck unserer Emotionen ist für uns hilfreich. Wir fühlen uns Menschen sehr verbunden, mit denen man Weinen kann.

Du kannst dich danach beruhigen und entspannst dich

Stress und Angst lösen sich auf, wenn wir uns den Tränen hingeben. Durch das Weinen werden Atmung und Herzfrequenz abgesenkt, wodurch du wieder zur Ruhe kommst. Wenn dich jemand weinen lässt und danach tröstet, kann sich dieser Effekt verstärken. So kannst du dich wirklich entspannter fühlen und loslassen, was du gerade zumindest ein Stück weit verarbeitet hast. Manchmal fühlt man sich richtig glücklich, wenn man geweint hat, besonders wenn die Tränen sehr emotionale Ursachen hatten. Man vermutet bei sehr emotionalen Tränen einen höheren Hormonspiegel, der dieses Empfinden erklären könnte.

Weinen reduziert den körperlichen Schmerz

Weinen sorgt dafür, dass Hormone wie Oxytocin und Endorphine ausgeschüttet werden. Daher haben wir nicht nur das Gefühl der seelischen Erleichterung, sondern wir haben auch weniger körperliche Schmerzen. Man könne es als ein „natürliches Schmerzmittel“ bezeichnen, wenn die Tränen fließen.

Weinen hilft uns klarer zu denken und bessere Entscheidungen zu treffen

Wir können wieder klarer denken, wenn eine große emotionale Last von uns abgewaschen wird. Somit können wir besser entscheiden und werden klarer und bewusster in dem, was wir unternehmen. Wir kommen in eine bessere Kommunikation, denken klarer und entscheiden uns besser. Gespräche werden wieder leichter, die vorher unmöglich schienen.

Tränen machen uns kreativ

Wir können uns seelisch entlasten und reduzieren unseren Schmerz, daher können wir nach dem Weinen die Überlagerungen von Schmerz und Leid ablegen. Wir sehen danach klarer und können uns mit dem Befassen, was uns belastet. Wir können kreativ mit unseren Problemen umgehen, einen besseren künstlerischen Ausdruck finden, sie klarer erkennen und neue Lösungen werden auch möglich.

Weinen hilft uns dabei, besser zu schlafen

Wenn wir Belastungen loslassen, Glückshormone freigesetzt werden und Blockaden sich lösen, dann schlafen wir besser. Das geschieht durch das Weinen. Es ist schön, wie gut man schlafen kann, wenn man sich einmal richtig ausgeheult hat. Das ist sehr befreiend und wir wachen am nächsten Tag voller Energie auf – und deutlich entspannter.

Wie denken wir über das Weinen?

Männer gelten entweder als weinerliche „Mädchen“ oder als sensibel – was beides falsch und naiv ist. Frauen werden als schwach und hilflos gesehen, wenn sie weinen – also nicht wirklich anders. “Sensibelchen“ ist so oder so ein Schimpfwort.

Richtig ist, dass Frauen tendenziell ihre Emotionen bereitwilliger und klarer ausdrücken, was bei Männern als Schwäche angesehen wird. Es ist ein Zeichen von Stärke, seine Gefühle zeigen zu können. Wer den Mut zu seinen Gefühlen hat und dazu, diese auch zeigen zu können, dem kann man mit Respekt begegnen.

Weinerlich zu sein und immer zu jammern und nach Mitglied zu schnappen wie nach Luft – darum geht es nicht. Das ist wirklich übertrieben und auch nicht angemessen. Wenn Tränen kommen, dann sollte man sich dazu bekennen – wer aber dauernd weint und jammert, der muss sein Verhalten verändern, da er so nicht weiterkommt.

Affektinkontinenz – Wenn die Gefühle ein Eigenleben entwickeln

Wenn es zu viel wird, dann kann Weinen auch krankhaft sein – oder wenn es plötzlich / unerklärlich zu Weinen, Ärger oder Lachen kommt. Die sogenannte Affektinkontinenz ist neurologisches Problem aufgrund einer Krankheit oder Verletzung des Teils deines Gehirns, der deine Emotionen kontrolliert. Du kannst dich glücklich fühlen, aber gleichzeitig weinen oder wütend werden.

Dies tritt oftmals auf bei Menschen mit:

  • Schlaganfall
  • Parkinson-Krankheit
  • Alzheimer-Erkrankung bzw. Demenz
  • Gehirnverletzungen
  • ALS (Amyotrophe Lateralsklerose)
  • MS (Multiple-Sklerose)

Es kann aber auch eine der folgenden Ursachen sein:

  • Schilddrüsenprobleme
  • Depression
  • Erschöpfung
  • Schwangerschaft
  • Bipolare Episoden

Um das abzuklären braucht es einen Arzt (Neurologen). Man sollte nicht damit spaßen und sich nicht scheuen, den Weg zum Arzt zu gehen.

Fazit:

Tränen sind gut und nicht weibisch (böses Wort), sondern mutig. Wenn wir weinen, dann sind wir traurig und brauchen es auch. Danach sind wir klarer, kreativer und kommen wieder auf den Boden der Tatsachen. Wenn wir etwas lustig finden, dürfen wir auch lachen. Von daher dürfen wir uns auch erlauben, traurig zu sein. Menschen dabei zu unterstützen und anzunehmen ist ein großartiger Zug. Mann muss sich die Freiheit gönnen, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Nur dann, wenn es aus dem Ruder läuft, dann braucht es eine professionelle Bearbeitung des Themas.

Nimm bei Fragen gerne Kontakt auf.


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